Oettinger Rockets erwarten harten Test bei den Römerstrom Gladiators Trier

„Es wird ein schweres Auswärtsspiel für uns“, ist sich Chris Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets, sicher. Schon am Freitag ist die Mannschaft ins 400 Kilometer entfernte Trier gefahren. Dort warten am Samstag um 19 Uhr die Römerstrom Gladiators, um den Sieger des siebten Saisonspiels in der 2. Basketball-Bundesliga ProA zu ermitteln.

 

Die Römerstrom Gladiators Trier stehen auf dem neunten Tabellenplatz und haben ein Spiel weniger gewonnen als die Oettinger Rockets. Der Tabellensechste will das Spiel in der Fremde selbstredend gewinnen, ist jedoch gewarnt. Ensminger: „Trier ist definitiv eine Play-off-Mannschaft. Sie spielen eine sehr disziplinierte Offensive und machen einfach das, was sie können.“

 

Auf dem Papier sind sich beide Teams relativ ähnlich. So sind die Gladiatoren 22,9 Jahre, die Raketen 22,7 Jahre alt. Die Thüringer sind statistisch einen Zentimeter kleiner und haben drei Kilogramm weniger auf den Rippen. Die Mannschaften sind zwei der drei erfolgreichsten Dreierspezialisten: die Oettinger Rockets mit 40,7 Sieben Prozent, die Gladiators mit 38,8. Besser in dieser Hinsicht sind ligaweit nur die Aufsteiger Dresden Titans mit 41,5 Prozent.

 

Diese Zahlen bedeuten Chris Ensminger wenig. Auch der Umstand, dass Trier neben den beiden Langzeitverletzten Thomas Henkel und Pablo Coro Quitral nun auch auf Captain Simon Schmitz verzichten muss, spielt für den Head Coach keine große Rolle: „Verletzte sind nie gut für ein Team, das ist klar. Aber Trier ist eine sehr gute Mannschaft und auf dem Feld stehen immer fünf gegen fünf.“ Simon Schmitz erlitt im vergangenen Spiel gegen Paderborn eine Gehirnerschütterung.

 

„Ich glaube, dass Marco van den Berg dafür eine Lösung parat hat. Er ist ein guter, erfahrener Coach, hat auch schon in der BBL trainiert und legt viel Wert auf die Physis seiner Spieler. Sie werden die Verletzten also gut kompensieren können“, so Ensminger über sein Trierer Pendant.

 

Für die Oettinger Rockets wird am Samstag wichtig sein, dass sie schnell zu ihrem eigenen Spiel finden und in ihrem dritten Auswärtsspiel in Folge souverän auftreten, wie es sich für ein Top-Team der Liga gehört. Denn als solches werden sie von anderen Mannschaften gesehen und so schätzen sie sich auch selbst ein. Nach den durchwachsenen Spielen in Baunach und Hanau sind die Spieler top-motiviert, die zwei Punkte mit nach Thüringen zu nehmen. Oder wie es Chris Ensminger sagt: „Das Spiel gegen Trier ist ein sehr guter Test für uns. Und den müssen wir bestehen!“