Vor dem Gipfeltreffen am Sonntag zwischen den Raketen und den Kirchheim Knigths treten die beiden Coaches im Doppel-Interview an

Das Wichtigste zuerst: Sind alle fit für Sonntag?

Ensminger: Ob Max DiLeo und Jaysean Paige spielen können, ist noch unklar. Max hat noch von einem Vorbereitungsspiel Probleme mit dem Knie. Jaysean ist umgeknickt. Es wäre super, wenn die beiden mitspielen könnten, denn Kirchheim ist ein starker Gegner.

Mai: Im Moment sind alle gesund und fit für das Spiel am Sonntag. Ausnahme ist Brian Wenzl. Sein Einsatz steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Er versucht sein Bestes im Training, aber ob er wirklich auf dem Feld stehen wird, entscheidet sich erst am Spieltag.

 

Die Saison ist noch jung, dennoch: Wie schätzen Sie die drei Spiele bisher ein?

Ensminger: Das erste Spiel gegen Chemnitz haben wir verloren. Ich denke, sie sind eine Play-off-Mannschaft. Wir haben nur 20 statt 40 Minuten Basketball gespielt und unsere eigenen Regeln nicht befolgt. Gegen Dresden und Ehingen konnten wir dann vieles richtig machen. Schnelles Spiel und eine gute Defensive haben uns da ausgezeichnet.

Mai: Es ist nicht nur eine neue Saison, sondern auch eine neue Mannschaft. Einige wichtige Puzzleteile wurden erst gegen Ende der Vorbereitung eingefügt. Das komplette Team spielt erst seit wenigen Wochen zusammen. Ich finde, das haben die ersten drei Spiele auch gezeigt: Uns hat die Konstanz gefehlt und wir müssen immer noch herausfinden, wer wir in der Liga eigentlich sind. Gerade deswegen freuen mich die großen, erfolgreichen Schritte, die die Mannschaft in der vergangenen Woche gemacht hat. Sie ist talentiert genug, um schon früh Spiele gewinnen zu können und um sich als Einheit weiterzuentwickeln.

 

Was sind die Stärken Ihres Teams?

Ensminger: Es ist noch sehr früh in der Saison. Da hat sich das noch nicht so richtig herausgestellt, aber unsere Identifikation ist immer die Abwehr. Im letzten Spiel haben wir nur 41 Punkte zugelassen, zwar gegen einen Aufsteiger, trotzdem ist das sehr gut.

Mai: Ich denke, unsere Stärke ist das vielseitige Angriffsspiel. Vorne haben wir viele verschiedene Möglichkeiten, zu punkten. Und das macht es jeder gegnerischen Defensive schwer.

 

Wie schätzen Sie den kommenden Gegner ein?

Ensminger: Auch Kirchheim hatte in der vergangenen Saison eine starke Defensive. Im Angriff gefällt mir das Gleichgewicht zwischen Innenspiel und Außenspiel. Sie haben jetzt drei Spiele gewonnen, zwei davon knapp, dennoch ist das natürlich gut fürs Selbstbewusstsein. Die Spiele gegen uns in der vergangenen Saison waren übrigens beide sehr knapp. Einmal traf Marco Völler den Buzzer-Beater zum Schluss und das andere Spiel wurde in der Verlängerung entschieden. Ich glaube, auch am Sonntag geht es wieder eng zur Sache.

Mai: Wie in jedem Jahr werden sie sehr gut trainiert beziehungsweise gecoacht. Auch die Rockets spielen offensiv mit einem guten Gleichgewicht und leisten tolle Defensiv-Arbeit. Sie können den Ball sehr gut laufen lassen, wie es sich für die Liga gehört. Für mich gehören sie seit drei Jahren unter die Top 4 der ProA.

 

Gibt es einen Favoriten für das Spiel am Sonntag?

Ensminger: Nein, da bin ich mir sicher. Für beide Teams stehen die Chancen 50:50.

Mai: Immer, wenn die Oettinger Rockets zu Hause spielen, mit ihren tollen Fans im Rücken, sind sie die Favoriten.