Vierter Anlauf auf den ersten Auswärtssieg

Das erste Drittel der Hauptrunde der Saison 2014/2015 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA nähert sich dem Ende. Fest steht bereits: Das neu formierte Team der Oettinger Rockets hat die Herzen der Fans im Sturm erobert, in der „Blauen Hölle“ mit leidenschaftlichen Auftritten überzeugt und deshalb zuletzt vier Heimsiege in Folge gelandet.

Was den Gothaern bis dato noch fehlt: die nötige Konstanz, vor allem ein Auswärtserfolg und somit auch zwei Siege in Folge. Das soll sich am kommenden Sonntag ändern. Dann steht das Auswärtsspiel bei den MLP Academics Heidelberg auf dem Plan (Tip-Off: 17 Uhr).

Beim Ziel für die Partie gibt es kein Vertun: Nachdem die Rockets am vergangenen Freitag bei den Kirchheim Knights ganz nah dran waren (84:94-Niederlage nach Verlängerung), wollen sie nun im vierten Anlauf endlich ihren ersten Auswärtssieg der Saison einfahren.

„Natürlich ist uns allen bewusst, dass es in dieser Liga keine leichten Aufgaben gibt. Aber wir wissen auch, dass wir in Heidelberg eine gute Chance haben, wenn wir sowohl in der Defense als auch in der Offense konzentriert und konstant spielen, uns wenig Fehler erlauben und den Gegner nicht ins Laufen kommen lassen“, sagt Head Coach Chris Ensminger vor dem Spiel beim Tabellensiebten, der am vergangenen Wochenende für einen Paukenschlag gesorgt hatte. Da nämlich triumphierten die Heidelberger vor heimischer Kulisse mit 86:77 gegen die s.Oliver Baskets aus Würzburg und fügten dem Spitzenreiter somit die erste Niederlage der Saison bei. Über die Aussagekraft dieser Begegnung gibt es freilich unterschiedliche Sichtweisen: Für die einen waren die Heidelberger an diesem Tag zu gut – für die anderen waren eher die Würzburger nicht gut genug. Dafür spricht zumindest die Einschätzung von Baskets-Coach Doug Spradley nach der Partie: „Respekt an die Heidelberger. Sie haben mit mehr Herz und Leidenschaft gespielt als wir und verdient gewonnen.“

Ungeachtet dessen haben sich die Gothaer wie immer akribisch auf ihren nächsten Gegner vorbereitet. Dazu zählt auch, dass das Trainerteam die letzten beiden erfolgreichen Partien der Heidelberger angesehen und analysiert hat. Zu den Stärken der Mannschaft von Head Coach Branislav Ignjatovic, der vor der Saison aus Kirchheim kam, zählen sowohl die Athletik als auch die Erfahrung. So haben die Heidelberger mit Marco Grimaldi einen Aufbauspieler in ihren Reihen, der schon in der Basketball-Bundesliga am Ball war und in der zurückliegenden Saison mit der BG Göttingen ProA-Meister wurde. Für die Athletik der Heidelberger spricht nicht zuletzt die Statistik: Aktuell sind sie die Nummer eins der Liga in Sachen Blocks (im Schnitt 5,5 pro Partie).

Allerdings sieht Chris Ensminger die Bank der Heidelberger nicht sehr tief besetzt. Beleg: Beim Heimsieg gegen Liga-Primus Würzburg standen lediglich neun Spieler auf dem Feld, von denen wiederum zwei nur zu Kurzeinsätzen kamen.

Hingegen sind die Rockets am Sonntag aller Voraussicht nach wieder komplett. Denn Albert Kuppe, der in den letzten drei Spielen wegen einer Verletzung pausieren musste, kann in Heidelberg wieder angreifen.

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