Spitzenspiel und Derby mit höllischem Rekord

Zwei ungeschlagene Teams aus Thüringen, die „Blaue Hölle“ erstmals nach dem Ausbau der Kapazitäten von 1742 auf 1862 Plätze restlos ausverkauft und somit schon im Vorfeld ein neuer Besucher-Rekord für ein Basketball-Spiel in Gotha – kurzum: Die Vorzeichen für das erste Derby der Saison und die Top-Begegnung am 4. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA zwischen dem Tabellendritten Oettinger Rockets Gotha und dem Tabellenzweiten Science City Jena am kommenden Samstag (Tip-Off: 19 Uhr) könnten besser kaum sein.

Folglich dürfen sich alle Beteiligten auf ein Spektakel freuen, das einmal mehr beste Werbung für den Basketball-Sport in Thüringen verspricht!

Selbstredend gibt es bei der Neuauflage des Playoff-Viertelfinales der vergangenen Saison auf beiden Seiten mehr als einen guten Grund, sich besonders reinzuhängen. Schließlich wollen sowohl Gastgeber als auch Gäste ihre „weiße Weste“ wahren und einen prestigeträchtigen Sieg einfahren.

Während Jenas Head Coach Björn Harmsen auch eine offene Rechnung aus der vergangenen Saison begleichen will, richtet Rockets-Coach Chris Ensminger den Blick ausschließlich nach vorne. Er will vorab weder Ergebnisse aus der Vergangenheit noch aus der PreSeason bemühen, die vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen wenig Aussagekraft besitzen. Vielmehr möchte er mit seinem Team Taten sprechen lassen: und zwar auf dem Parkett.

„Wir konzentrieren uns auf unser Spiel, sind sehr gut vorbereitet und wollen den nächsten Schritt machen. Wichtig wird, dass wir geduldig spielen, die Ruhe bewahren, gut rebounden, stark verteidigen und die Turnover-Quote niedrig halten. Denn am Ende hat gewiss das Team die besten Siegchancen, das weniger Fehler macht“, sagt der Trainer der Gothaer, der nach drei Spieltagen auf den besten Saisonstart der Rockets seit dem Aufstieg in die ProA blicken kann.

Gleichwohl ist den Gastgebern bewusst, dass ihnen gegen Jena der erste Härtetest vor heimischer Kulisse bevorsteht. Sie sind auf einen starken Gegner eingestellt, der einen sehr eigenen Stil pflegt, viel Energie aufs Feld bringt und auf einige erfahrene Spieler bauen kann. Nicht zuletzt deshalb rechnen die Gothaer Coaches mit einer harten und engen Begegnung.

Basierend auf der Bilanz der seit 2012 absolvierten Pflichtspiele zwischen Gotha und Jena stehen die Chancen fifty-fifty. Von insgesamt zehn ProA-Partien haben beide Seiten jeweils fünf gewonnen. Gut möglich also, dass der Heimvorteil und die Rekord-Kulisse besonderes Gewicht bekommen. Chris Ensminger sagte jedenfalls schon kurz nach dem souveränen Sieg im ersten Heimspiel der Saison vorher: „Die Hölle wird viel heiß!“

2. Basketball-Bundesliga ProA – 4. Spieltag

Oettinger Rockets Gotha – Science City Jena

Samstag, 10. Oktober 2015, Tip-Off: 19 Uhr

Spielort: Blaue Hölle, Kindleber Straße 138, 99867 Gotha

Ticketing: Die Partie ist ausverkauft (aktualisiert am 9. Oktober, 10 Uhr).

Vorbericht von Science City Jena.