Rockets verpassen Revanche

An guten Vorsätzen für das erste Spiel des Jahres 2014 hat es den Oettinger Rockets Gotha ganz gewiss nicht gemangelt. Allerdings blieb bei der Umsetzung mehr als ein Wunsch offen. Deshalb musste sich das BiG-Team gestern auch im zweiten Thüringen-Derby in Folge geschlagen geben – dieses Mal allerdings deutlich.

Hatte Science City Jena kurz vor Weihnachten denkbar knapp mit 103:101 die Oberhand behalten, so triumphierte der Tabellenzweite beim neuerlichen Aufeinandertreffen und der damit verbundenen Eröffnung der neuen Sparkassen-Arena mit 90:74 (40:39). Somit ging es für die Gothaer in der Tabelle einen Platz abwärts. Nunmehr liegen sie auf Rang elf.

Ein guter Start ins neue Jahr sieht anders aus – daraus machte auch Head Coach Chris Ensminger am Ende keinen Hehl. Denn die Rockets konnten nicht an ihre starke Leistung aus der ersten Begegnung anknüpfen. Zwar hielten sie die Partie in der mit 2750 Zuschauern ausverkauften Arena eine Halbzeit lang offen, doch nach dem Seitenwechsel verloren sie zu oft die Linie, sukzessive den Anschluss und schließlich auch das Spiel. Einher damit ging, dass sich die Jenaer in der zweiten Halbzeit deutlich steigern konnten. Ausschlaggebend für ihren klaren Erfolg war letztlich ein 16:2-Lauf zu Beginn des vierten Viertels, mit dem sie von 63:56 (30.) auf 79:58 (34.) davonzogen und die Weichen unwiderruflich auf Sieg stellten.

Dass die Rockets hinter ihren eigenen Erwartungen zurückblieben, hatte indes viele Gründe. So machte Chris Ensminger die Niederlage am Ende in erster Linie an der Zahl der Ballverluste (26) und dem haushoch verlorenen Rebound-Duell (34:49) fest: „Mit solchen Werten hast du gegen so einen starken Gegner einfach keine Chance.“

Etwas anders als auf dem Spielfeld verhielten sich die Dinge auf den Rängen. Denn ziemlich genau 400 Rockets-Fans waren mit nach Jena gereist und hatten letztlich großen Anteil daran, dass Jenas Coach Björn Harmsen am Ende von der „sensationellen Stimmung“ in der neuen Sparkassen-Arena schwärmte. In der heutigen Ausgabe der „Thüringer Allgemeine“ heißt es dazu sogar: „Nur Gothas Fans durften sich als Derbysieger feiern lassen – sie stellten die Jenaer stimmgewaltig in den Schatten.“

Darauf lässt sich aufbauen, wenn am kommenden Samstag die Mannschaft von Erdgas Ehingen / Urspringschule in der „Blauen Hölle“ empfangen wird (Tip-Off: 19 Uhr). Dann wollen sich Rockets und Fans gemeinsam fürs erste Erfolgserlebnis des Jahres 2014 ins Zeug legen.

Science City Jena – Oettinger Rockets Gotha 90:74 (40:39)

Viertel: 18:15 / 22:24 / 23:17 / 27:18

Science City Jena: Rush (8 Punkte), Landgraf (nicht eingesetzt), Sim (14 / 8 von 9 Freiwürfen), Hudson (23 / 3 von 5), Reyes-Napoles (7 / 2 von 2 / 1 Dreier), Wendt (4 / 1 von 2 / 1), Wolf, Voigtmann, Tinnon (22 / 3 von 5 / 1), Mayr (4 / 0 von 2), Schaffartzik (6 / 2 von 2), Kuhn (2)

Oettinger Rockets Gotha: Ndow (nicht eingesetzt), Griffin (18 / – / 2), Reilly (2 / 2 von 2), Tatum (1 / 1 von 2), Niebuhr (2), Kreis (12 / – / 2), Fraser (4), Heberlein (3 / – / 1), Warech (20 / 0 von 1 / 2), Baker (10 / 0 von 2), Selvig (2 / 2 von 2)

Zweier Jena: 31 von 57 (54 Prozent)

Zweier Gotha: 24 von 45 (53 Prozent)

Dreier Jena: 3 von 15 (15 Prozent)

Dreier Gotha: 7 von 22 (32 Prozent)

Freiwürfe Jena: 19 von 27 (70 Prozent)

Freiwürfe Gotha: 5 von 9 (56 Prozent)

Rebounds Jena: 49 (21 Offense / 28 Defense)

Rebounds Gotha: 34 (10 / 24)

Assists Jena: 12

Assists Gotha: 15

Ballverluste Jena: 20

Ballverluste Gotha: 26

Ballgewinne Jena: 17

Ballgewinne Gotha: 9

Zuschauer: 2750

Spielbericht von Science City Jena.

Impressionen vom Spiel samt Drumherum.