Rockets starten Mission „Zugabe“ in Vechta

Gelingt es den Oettinger Rockets im dritten Anlauf seit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProA, eine Playoff-Serie gegen ein Team zu gewinnen, für das Carlos Medlock aufläuft? Diese und viele weitere Fragen werden ab morgen Abend beantwortet: Denn dann beginnt im RASTA-Dome das erste Spiel des mit Spannung erwarteten Playoff-Halbfinales (Modus: Best of Five) zwischen Vechta und Gotha (Tip-Off: 20 Uhr).

Die Vorfreude auf den Start des Spektakels ist riesig: Nicht zuletzt, weil die Rockets und RASTA Vechta im Jahr 2012 gemeinsam das Playoff-Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB bestritten und im Anschluss den gemeinsamen Aufstieg in die ProA gefeiert haben. Damals wurde der Grundstein für eine besondere Fan-Freundschaft gelegt, die seither gepflegt wird: besonders intensiv vor und nach den Spielen – fair, kreativ und ehrgeizig am Spielfeldrand.

Denn selbstredend treten beide Seiten an, um den größtmöglichen Erfolg zu erreichen – sprich: den Einzug ins Finale zu packen und dort um den ProA-Meistertitel zu spielen.

Zwar haben die Norddeutschen die Hauptrunde auf Platz eins abgeschlossen, zuletzt 22 Spiele in Folge gewonnen – inklusive des glatten Durchmarschs im Playoff-Viertelfinale gegen den Tabellenachten rent4office Nürnberg – und den Aufstieg in die Beko-Basketball-Bundesliga als Ziel ausgegeben. Doch das muss vor dem Playoff-Halbfinale nicht zwangsläufig etwas heißen. Schließlich beginnt auch diese Serie bei null. Passend dazu ist die bisherige Bilanz seit dem gemeinsamen Playoff-Finale im Jahr 2012 ausgeglichen: Von insgesamt acht absolvierten Pflichtspielen haben beide Seiten jeweils vier gewonnen.

Ungeachtet dessen nehmen die Rockets mit dem Halbfinale die Mission „Zugabe“ in Angriff. Head Coach Chris Ensminger freut sich mit seinen Schützlingen auf die nächste packende Serie: „Mit dem Einzug ins Halbfinale haben wir uns für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate belohnt – alles, was jetzt noch kommt, wollen wir gemeinsam mit den Fans genießen. Wir können befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren, sind uns aber auch im Klaren darüber, dass wir in dieser Serie noch einmal über unser Limit gehen müssen, um gegen die beste Mannschaft der Liga bestehen zu können. Dass meine Mannschaft ein riesiges Kämpferherz besitzt, hat sie im Viertelfinale gegen Hamburg gezeigt. Wir haben uns sehr gut in die Playoffs gekämpft und mit drei Siegen in Folge einen ordentlichen Rhythmus!“ 

Von der Konstellation her erinnert die aktuelle Halbfinal-Paarung ein wenig an die vergangene Saison. Damals mussten die Rockets in der Runde der letzten vier Teams gegen die s.Oliver Baskets Würzburg antreten; das war ebenfalls der Liga-Primus, der viele sehr erfahrene Spieler in seinen Reihen und den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga als erklärtes Ziel hatte.

Zu den Routiniers in den Reihen von RASTA zählt auch der eingangs erwähnte Carlos Medlock. Der Point Guard begegnet den Rockets nun bereits zum dritten Mal in den Playoffs: In der Saison 2013/2014 setzte er sich im Viertelfinale mit den Crailsheim Merlins gegen die Gothaer durch, in der zurückliegenden Spielzeit im Halbfinale mit seinem damaligen und heutigen Teamkollegen Jeremy Dunbar und den s.Oliver Baskets. Beide Serien endeten für Medlock auf Platz zwei und mit dem damit verbundenen Aufstieg. Nach der Saison wechselte er jeweils innerhalb der ProA. Nun will er mit Vechta sein persönliches Aufstiegs-Triple in Angriff nehmen.

Ähnlich wie im Vorjahr bei den s.Oliver Baskets ist der US-Boy bei RASTA fester Bestandteil einer hervorragend besetzten Mannschaft, die sowohl für Erfahrung als auch Extra-Klasse bürgt und im Lauf der Saison immer besser in Schwung gekommen ist. Zu den klangvollen Namen im Kader von Head Coach Andreas Wagner zählen neben Carlos Medlock der dreimalige BBL-Allstar Derrick Allen (Power Forward), Christian Standhardinger (Power Forward), Jeremy Dunbar (Shooting Guard) und nicht zuletzt die beiden ehemaligen Gothaer Chase Griffin (Shooting Guard) und Travis Warech (Small Forward). 

Der Blick auf die illustre Schar an starken Individualisten lässt indes nur einen Schluss zu: Gegen diesen Gegner müssen die Rockets vor allem auf jene Tugenden setzen, mit denen sie in der Serie gegen Hamburg einen 0:2-Rückstand aufgeholt haben. Unbändiger Wille gepaart mit Kampf- und Teamgeist.

Eine wichtige Rolle könnte in der bevorstehenden Serie auch die Tatsache spielen, welches Team schneller regeneriert, die Reise-Strapazen besser verkraftet, von Blessuren verschont bleibt und deshalb am Ende die größeren Reserven besitzt. Denn je nach Verlauf könnten auch in der Runde der letzten vier Teams maximal fünf Spiele in zehn Tagen auf dem Programm stehen. 

Apropos Programm: Wie viele Partien tatsächlich absolviert werden müssen, ist zwar noch offen. Fest steht hingegen bereits: Zu jeder Begegnung der Serie wird es einen Live-Stream auf sportdeutschland.tv geben – auch aus der „Blauen Hölle“, die beim ersten Spiel am Samstag einmal mehr ausverkauft sein wird. Auch deshalb werden die bewegten Bilder von allen Spielen (also mindestens drei und maximal fünf) im English Pub „The Londoner“ auf einer Großbildleinwand ausgestrahlt.

2. Bundesliga ProA – Playoff-Halbfinal-Spiele

Donnerstag 20.00 Uhr, RASTA Vechta – Oettinger Rockets Gotha

Samstag 19.00 Uhr, Oettinger Rockets Gotha – RASTA Vechta

Montag 20.00 Uhr, RASTA Vechta – Oettinger Rockets Gotha

Donnerstag 20.00 Uhr, Oettinger Rockets Gotha – RASTA Vechta*

Samstag 20.00 Uhr, RASTA Vechta – Oettinger Rockets Gotha*

* Modus: Best of Five – Spiel vier und fünf nur wenn notwendig

Spielort Vechta: RASTA Dome, Pariser Straße 8, 49377 Vechta

Spielort Gotha: Blaue Hölle, Kindleber Straße 138, 99867 Gotha

Vorbericht von RASTA Vechta.