Oettinger Rockets holen wichtige Punkte im Ost-Derby

Die Oettinger Rockets hatten einen sehr guten Start ins Kalenderjahr 2017. Am vergangenen Samstag gewannen sie in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Niners Chemnitz mit 71:62.

 

Mit dem 17. Spieltag war es nun auch die zweite Begegnung der Rückrunde. Beide Partien konnten die Raketen für sich entscheiden: kurz vor Weihnachten gegen Trier und eben jetzt gegen Chemnitz. Das sind Mannschaften, gegen die die Oettinger Rockets in der Hinrunde noch verloren hatten. Die Revanche hat also in beiden Fällen geklappt. Und nicht nur das, die Raketen gewannen beide Spiele höher als sie sie verloren. Somit sind die Oettinger Rockets im direkten Vergleich im Vorteil.

 

Das Spiel in Chemnitz wurde von der „ersten bis zur letzten Minute intensiv geführt und beide Mannschaften haben hart verteidigt“, wie es der Chemnitzer Head Coach Rodrigo Pastore beobachtet hat. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft ist Pastore trotz der Niederlage zufrieden.

 

Die Sachsen begannen etwas frischer und führten im ersten Viertel zeitweise mit 14:6. „Anfangs ist noch einiges daneben gegangen, aber wir haben bissig verteidigt und es den Chemnitzern schwer gemacht. Dennoch finde ich, das war ein positiver Auftritt von Anfang an“, meint Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung bei den Oettinger Rockets.

 

Kurz darauf erkämpften sich die Rockets die Dominanz und konnten das erste Viertel trotz Chemnitzer Führung mit 22:21 knapp gestalten. Das Zweite gewannen sie dann mit sechs Punkten (15:21). Bei einem Halbzeitstand von 37:42 war das Spiel längst nicht entschieden – sehr zur Freude der 2220 Zuschauer in der Richard-Hartmann-Halle Chemnitz.

 

Der dritte Spielabschnitt (17:10) ließ die mitgereisten Rockets-Fans etwas skeptischer dreinschauen. Vor den letzten zehn Minuten führten nun wieder die Hausherren mit 54:52.

 

Im vierten Viertel (8:19) dominierten allerdings die Gäste. Die Oettinger Rockets ließen sich die sprichwörtliche Butter nicht mehr vom Brot nehmen und belohnten sich für ihren Kampf und Ehrgeiz. Endstand: 62:71.

 

„Chemnitz ist eine starke Heimmannschaft und unsere Ergebnisse waren auswärts bisher nicht immer schön, aber das war heute sehr gut. Mit 62 Punkten für Chemnitz bin ich zufrieden, aber nicht mit 21 Ballverlusten von uns“, konstatierte Chris Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets.

 

Auffällig war, dass Neuzugang Jonas Grof schnell zu der Mannschaft gefunden hat. Erst am Montag stieß er zum Team hinzu. Er ist deutscher U20-Nationalspieler und stand gegen Chemnitz gleich von Beginn an auf dem Feld. Kurz darauf holte der Neuzugang mit BBL-Erfahrung aus Hagen seinen ersten Saisonsieg. Grof: „Das war ein Hammergefühl. Wichtig war, dass wir immer positiv geblieben sind.“ Er spielte insgesamt 29 Minuten, holte dabei sieben Assists, drei Rebounds und spielte drei Assists.

 

Für Jonas Grof und seine neuen Kollegen geht am kommenden Freitag in der Messe Erfurt weiter. Dann wird es bei der Revanche Teil 3 noch eine Spur anspruchsvoller. Der Tabellenerste aus Weißenfels wird ab 20 Uhr zu Gast sein. Die Basketballer vom MBC haben bisher nur ein Saisonspiel verloren und wollen die Tabellenspitze weiter festigen. Für die Oettinger Rockets wird es darum gehen, die Aufholjagd fortzusetzen. Ob das gelingt sehen Interessierte am Freitag entweder direkt vor Ort in der Messe Erfurt oder im Live-Stream auf oettinger-rockets.de oder sportdeutschalnd.tv.