Oettinger Rockets verlieren Auswärtsspiel bei den Crailsheim Merlins

Die Oettinger Rockets haben am vergangenen Sonntag ihr Auswärtsspiel in Crailsheim verloren. Das Endergebnis: 84:71. Damit rutschen sie vom siebten auf den achten Tabellenplatz ab. Die Crailsheim Merlins erobern sich ihren dritten Tabellenplatz zurück, den Chemnitz am Samstag zwischenzeitlich übernahm.

 

„Uns hat die Intensität und die Power gefehlt“, findet Wolfgang Heyder. Leiter Sport und Geschäftsentwicklung der Oettinger Rockets. Das habe er des Öfteren beobachten können: „Zu Hause schaffen wir es meistens mit dem Publikum im Rücken so etwas zu drehen, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Auswärtsspiele: Wenn du eben 20 Prozent weniger intensiv als der Gegner spielst, verlierst du solche Spiele.“ Die Raketen haben bisher zu Hause fünf Spiele gewonnen und zwei verloren – auswärts hingegen drei Siege und fünf Niederlagen eingefahren.

 

Die Oettinger Rockets kamen schwer in die Partie. Früh im ersten Viertel hatten sie fünf Teamfouls kassiert und lagen schnell mit 2:8 zurück. Nach den ersten zehn Minuten konnten sie das Ergebnis jedoch relativieren (20:17).

 

Besonders im zweiten Viertel lief dann verhältnismäßig wenig zusammen. Die Zuschauer sahen in der Arena Hohenlohe einige Ballverluste. Bei den Rockets waren es neun zur Halbzeit und 18 im ganzen Spiel. „Das ist zu viel“, findet auch Chris Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets.

 

Nach der Halbzeit (37:29) hatten die Raketen ihre beste Phase. Im dritten Viertel kamen sie bis auf drei Punkte heran, doch auch Crailsheim besann sich auf seine Stärken und gestaltete diesen Spielabschnitt dann wieder ausgeglichen (21:21).

 

Mit den acht Punkten Rückstand zur Halbzeit ging es also auch in das letzte Viertel. Mit ganz viel Energie eröffneten die Merlins den Schlussabschnitt. Sie machten elf Punkte in Folge und zogen damit auf 69:50 davon. In dieser Phase musste Chris Ensminger ein technisches Foul kassieren und nahm auf seinem Stuhl Platz. Das bedeutete nicht, dass der Head Coach aufgab. Wie er selbst sagt, wollte er nur kein weiteres technisches Foul provozieren. Kämpfer Ensminger und seine Mannschaft taten es dann den Merlins gleich und legten ebenfalls einen 11:0-Lauf auf das Parkett. Crailsheim führte wieder nur mit sieben Punkten (71:64).

 

„Wenn du knapp 20 hinten liegst, ist es immer sehr schwer – und dann ging es ja auch noch gegen ein gutes Team der Liga“, meint Chris Ensminger. „Wir haben zu viele Fehler gemacht in der Verteidigung und im Ballvortrag. Crailsheim war einfach besser und gerade gegen Ende waren Michael Jost und Chase griffin nicht mehr zu stoppen.“

 

Chase Griffin, mit 22 Punkten Top-Scorer der Partie, spielte von 2012 bis 2014 bei den Oettinger Rockets. Er sagte nach dem Spiel: „Ich habe viel Respekt für Chris Ensminger, aber Leid tat es mir nicht unbedingt. Du musst immer das Beste geben.“

 

Das hat Chase Griffin getan. Mit ihm und mit dem Sieg an sich ist Tuomas Iisalo, Head Coach der Merlins, zufrieden. Für ihn hat sein Team „heute physischer gespielt. Für die Rockets war es schwerer, ihre Spots zu erreichen. Dennoch sind sie besser als ihr Stand in der Tabelle.“ Außerdem fehlte bei den Merlins mit Tuukka Kotti einer ihrer Besten.

 

„Wir müssen sprinten!“, fordert Wolfgang Heyder. „Die anderen sprinten auch und sind dadurch erfolgreich. Egal, welcher Spieler den Ball bringt, es dauert zu lange. Gegen Trier muss sich das ändern und da muss dann auch ein Sieg her.“

 

Das würde den Oettinger Rockets guttun. Mit einem erfolgreichen Spiel am kommenden Freitag um 20 Uhr in der Messe Erfurt hätten die Raketen nämlich zwei Siege mehr als Niederlagen und gehen nicht mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis in die Weihnachtspause.

 

Ob es mit einem Sieg klappt, können Interessierte im Live-Stream auf oettinger-rockets.de oder sportdeutschland.tv verfolgen. Die beste Sicht hat man aber immer noch direkt in der Messe Erfurt.

 

Eilijah Allen holte mit 13 noch die meisten Punkte der Oettinger Rockets. Foto: Steffen Förster / Förstergrafie