Oettinger Rockets gewinnen an einem Wochenende gegen zwei Aufsteiger

Es war ein langes, aber sehr erfolgreiches Pflichtspielwochenende für die Oettinger Rockets. Nachdem schon am vergangenen Samstag die Dresden Titans zu Gast in der Messe Erfurt waren, fuhren die Rockets am Montag, 3. Oktober, rund 400 Kilometer nach Ehingen in Baden-Württemberg. Beide Partien gewannen die Raketen souverän.

Eine besondere Personalie war der erst 17 Jahre junge Kristian Kullamäe. Er hatte gegen die Dresden Titans seinen ersten Auftritt überhaupt in der ProA. In diesem Spiel holte der Este 7 Punkte, gegen Team Ehingen Urspring 5.

Bei aller Freude über die beiden Siege und den korrigierten Tabellenplatz nimmt Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung, etwas Euphorie raus: „Diese vier Punkte sind keine Überraschung. Mit unserem Potenzial dürfen wir gegen Ehingen und Dresden nicht verlieren.“ Beide Mannschaften werden gegen den Abstieg kämpfen, schätzt Heyder.

Nach dem 93:65-Erfolg gegen Dresden wurde es auch in Ehingen deutlich. Die Oettinger Rockets gewannen dort mit 68:41. Head Coach Chris Enminger sagt dazu: „Der gute Anfang war auch gegen Ehingen wieder der Schlüssel zum Erfolg.“ Die erste Halbzeit endete 41:21 für die Rockets. „Die zweite Hälfte haben wir dann etwas entspannter angehen lassen. Das ist zwar nicht gut, aber verständlich an einem solchen Doppelspieltag“, kommentiert Chris Ensminger.

An der Niederlage der Ehinger übt Urspring-Coach Domenik Reinboth deutliche Kritik: „Die Jungs müssen sich im Klaren werden, sie spielen in der zweitbesten Liga in Deutschland, da sollte man wissen was man tut. Seit acht oder neun Wochen trainieren wir die Spielzüge, langsam sollten sie auch die Spieler kennen.“

Ein alter Bekannter für die Raketen war Alasdair Fraser. „Ich kenne ihn noch gut, er hat ja bei uns gespielt“, erinnert sich Chris Ensminger. Heute spielt Fraser bei Ehingen und kam im Spiel gegen seinen ehemaligen Verein nicht über drei Punkte und drei Rebounds hinaus. Ensminger: „Ich habe großen Respekt vor ihm. Ali ist ein guter Junge, spielt immer noch sehr gut in der Abwehr und ich wünsche ihm viel Glück für die Zukunft.“

Zu seinen eigenen Spielern sagte der Rockets-Coach: „Besonders defensiv haben wir wieder gut gespielt. Das war ganze Team-Arbeit. Immerhin haben wir nur 41 Punkte zugelassen. Doch klar ist auch, dass Ehingen ein Team ist, das wir mit unseren Ansprüchen schlagen müssen.“ Zum Schluss hängt Ensminger noch an, dass er trotz des deutlichen Ergebnisses die kämpferische Einstellung vom Team Ehingen Urspring schätzt.

Mit den beiden Erfolgen vom langen Wochenende haben sich die Oettinger Rockets in der Tabelle auf einen Play-Off-Platz verbessert und warten nun auf ihren nächsten Gegner. Am kommenden Sonntag, 9. Oktober, spielen die Raketen um 18 Uhr gegen VfL Kirchheim Knights. Die Ritter konnten bisher alle drei Spiele in der jungen Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProA gewinnen. Damit werden die Zuschauer in der Messe Erfurt ein echtes Spitzenspiel zu sehen bekommen. Wer dieses Heimspiel-Event mit toller Stimmung in der Messe nicht erleben kann, hat die Möglichkeit, sich die Partie im Live-Stream unter sportdeutschland.tv anzusehen.

(Auf dem Beitragsbild kämpfen die Raketen Samuel Muldrow (links) und Grant Gibbs (rechts) unter dem Korb gegen Andrew Onwuegbuzie (Mitte). Das zeigte Erfolg. Nur 41 Punkte für Ehingen sprechen für eine sehr gute Defensive der Oettinger Rockets.
Foto: Jürgen Emmenlauer)