Play-Off-Kampf der Oettinger Rockets setzt sich in Nürnberg fort

Am kommenden Samstag treten die Oettinger Rockets beim Nürnberg Falcons BC an. Trotz der Niederlage unter der Woche gegen Hamburg gehen die Raketen als klarer Favorit in die Partie. Die Begegnung in Mittelfranken wird besonders für einen Spieler eine besondere sein: Robert Oehle.

 

Der 2,09-Meter-Mann spielte zuvor zwei Jahre für die Nürnberger. Als im vergangenen Sommer ein großer Umbruch – auch finanzieller Art – stattfand, wechselte Oehle nach Thüringen. Als „Wirtschaftsflüchtling in den Osten“ bezeichnete er sich schmunzelnd.

 

Nun kämpfen der Center und seine Team-Kollegen um die bestmögliche Platzierung für die Play-Offs. Viele Chancen bleiben nicht mehr. Die Partie in Mittelfranken ist die drittletzte der regulären Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

 

Aktuell befinden sich die Raketen auf dem sechsten Rang. Weiter Richtung Tabellen-Süden sollte es nicht gehen. Für die Nürnberger ist scheinbar so oder so alles im grünen Bereich. Ihr Saisonziel ist erreicht. Sie werden die Klasse halten. Schon im Sommer sagte Head Coach Ralph Junge: „Nach dem extrem kurzfristigen Neuanfang und all den zu bewältigenden Aufgaben mit einem mehr als knappen Budget kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen.“ Pflicht erfüllt, nun folgt „die Kür“ – genauso nennt es Junge auch. Er und sein Team wollen sich anständig bei den Fans für die Unterstützung bedanken.

 

Mehr steht – wie erwähnt – für die Raketen auf dem Spiel. Nach der Niederlage am Mittwoch gegen die Hamburger, haben sie „im Training durchgezogen“, wie es  Head Coach Ivan Pavic formuliert. Im Vergleich zu jenem Spiel fordert Pavic ganz deutlich „mehr Konsequenz! Es spielt keine Rolle, wer hier Favorit ist oder nicht, wir müssen unsere Leistung aufs Parkett bringen“.

 

Daran wird auch Robert Oehle alles setzen. Für ihn ist es das erste Spiel gegen seinen ehemaligen Klub. Beim Hinspiel in der Messe Erfurt musste Oehle krankheitsbedingt passen. Diese Partie im November 2016 gewannen übrigens die Falcons mit 80:66. Sie ging als wohl schlechtestes Heimspiel in die noch junge Messe-Geschichte ein. Eine kleine Rechnung haben die Raketen also noch offen.

 

Der 28. Spieltag beginnt für Falken und Raketen am Samstag um 19.30 Uhr im Berufsbildungszentrum am Berliner Platz in Nürnberg.