Oettinger Rockets verlieren knapp gegen die Crailsheim Merlins

Die Oettinger Rockets haben am vergangenen Dienstag gegen die Crailsheim Merlins verloren. Lange war das Spiel in der Messe Erfurt sehr eng und ausgeglichen. Daher resultiert das denkbar knappe Endergebnis von 83:85.

 

„Das ist hart für unsere Mannschaft. Wir haben gut gekämpft. Lagen gegen Ende mit neun Punkten hinten und haben dann im letzten Angriff den Ball bei nur noch zwei Punkten Rückstand“, sagt Rockets-Coach Chris Ensminger sichtlich deprimiert direkt nach dem Spiel.

 

Sekunden vor Schluss bekam Rakete Dane Watts unter dem gegnerischen Korb den Ball. Diesen konnte er aber nicht kontrollieren. Sein Gegenspieler kam etwas spät, störte ihn dennoch entscheidend. Daraufhin landete das Spielgerät bei seinem Teamkollegen Grant Gibbs, ungefähr zwei Meter hinter der Dreipunktelinie. Die Zeit war fast aus. Der Notwurf musste her. Ein guter Versuch von Gibbs, dennoch prallte der Ball auf den Ring. Gibbs mit 22 Punkten und Watts mit 23 waren die beiden stärksten Spieler ihrer Mannschaft. Dennoch fuhren die Crailsheim Merlins mit zwei Punkten zurück nach Baden-Württemberg.

 

Dabei ging es sehr gut los für Oettinger Rockets. Nach kurzer Findungsphase holten sie sich gegen Ende des ersten Viertels (22:19) die Führung und hielten diese bis ins letzte Viertel hinein.

 

Zur Halbzeit (42:34) konnte Chris Ensminger zufrieden sein. Als aktuell Siebter der 2. Basketball-Bundesliga ProA führten die Rockets mit acht Punkten gegen den Tabellenzweiten.

 

Mitte des dritten Viertels konnten sich die Raketen sogar auf zehn Punkte absetzen (52:42). Weiter weg ließen sie die Merlins allerdings nicht ziehen. Sie hielten die Schlagdistanz. Besonders ihr Aufbauspieler Christopher Dunn sorgte für eine enge Partie. Er holte die insgesamt 28 Punkte, die meisten aller Akteure auf dem Feld.

 

Nachdem Crailsheim das dritte Viertel knapp gewann (20:22) ging es mit einem Spielstand von 62:56 in die letzten zehn Minuten. Sechs Punkte Differenz sind im Basketball längst kein Ruhepolster.

 

Daran wurden dann auch die Raketen unsanft erinnert. Nach dreieinhalb Minuten glichen die Merlins aus (67:67). Im Anschluss zeigten sie, warum sie stehen, wo sie stehen. Sie trafen recht hochprozentig ihre Dreier und führten knappe drei Minuten vor Ende der Partie mit neun Punkten (74:83). Stark daran beteiligt war Chase Griffiin, der von 2012 bis 2014 gar selbst für die Oettinger Rockets auflief.

 

Das restliche 19. Saisonspiel lang kamen die Raketen nicht näher als zwei Punkte an die Merlins heran.

 

„Eine völlig unnötige Niederlage gegen eine keineswegs übermächtige Mannschaft. Aber für mich fehlt es an Einstellung und Wille, wenn du in der zweiten Halbzeit – in so einem wichtigen Spiel, das auf Messers Schneide steht – über 50 Punkte kassierst!“, so Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung bei den Oettinger Rockets. Nach wir vor ist er der Meinung, „dass wir die besseren Individualisten haben, es aber viel zu selten aufs Feld bringen.“

 

Da Crailsheim im letzten Spielabschnitt 29 Punkte auflegte, gewannen sie die zweite Halbzeit für sich gerechnet mit 51:41. Das spricht für einen ordentlichen Angriff, aber eine schlechte Verteidigung bei den Oettinger Rockets.

 

„Daran hat es heute gelegen. Auch am Umschalten nach hinten. Craislheim konnte einige einfache Körbe machen. 83 Punkte offensiv sind okay, aber 85 Punkte für Crailsheim sind einfach zu viele“, bringt es Chris Ensminger auf den Punkt.

 

Nachdem die Oettinger Rockets nun nacheinander „zu Hause“ gegen den Tabellenersten und -zweiten gespielt haben, treten sie schon am kommenden Samstag, 28. Januar, beim Dritten in Kirchheim an. Vielleicht ein gutes Zeichen: Das Hinspiel zu Saisonbeginn gewannen die Rockets mit 81:76.