Im ersten Teil des Doppelspieltages treffen die Oettinger Rockets auf die Hamburg Towers

Bisher konnten die Oettinger Rockets noch nicht ihr komplettes Potenzial ausschöpfen. „Wir sind da selbst unzufrieden“, meint Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung. Er weiter: „Wir haben zwar einen guten Kader, doch die Mannschaft ruft nicht alles ab.“ Das müsse sich ändern. Am besten schon am Freitag, dem 4. November. Dann spielen die Raketen um 19.30 Uhr bei den Hamburg Towers.

 

Auch die Hamburger sind auf der Suche nach Konstanz und ihrem eigenen Spiel, wie Head Coach Hamed Attarbashi selbst sagt: „Wir erleben zur Zeit ein Auf und Ab und versuchen nun, konstanter auf einem hohen Niveau zu agieren.“

 

Dieses „Auf und Ab“ lässt sich einfach verdeutlichen: Einerseits sind sie die einzige Mannschaft, die dem Ligaprimus, dem Mitteldeutschen Basketball Club, die bisher einzige Niederlage beigebracht hat. Andererseits haben die Towers ihr letztes Spiel gegen die Baunach Young Pikes verloren. Diese wiederum hatten vor jenem Spiel nur einen Sieg erkämpfen können.

 

Die Hamburg Towers gewannen bisher drei und verloren vier Spiele. Bei den Oettinger Rockets ist es umgekehrt. Sie stehen auf dem neunten, Hamburg auf dem zehnten Tabellenplatz. Für beide ist das zu wenig.

 

„Sie werden bereit sein – vor allem nach den beiden verlorenen Spielen gegen Baunach und Heidelberg“, weiß Chris Ensminger als Head Coach der Oettinger Rockets. Seiner Meinung nach sind die Hamburger ein „sehr gutes Heim-Team mit vielen erfahrenen Spielern“. Für den Head Coach wird wichtig sein, „dass die Mannschaft versteht, dass es keine einfachen Spiele gibt – ganz besonders nicht auswärts, wo der Extra-Push der eigenen Fans fehlt“. Er fordert: „Die Jungs müssen in das Spiel gehen und dabei wissen, dass sie eines der Top-Teams der Liga sind. So müssen sie sich verhalten und natürlich auch spielen.“

 

Auch Towers-Coach Hamed Attarbashi sieht die Raketen als „Mannschaft unter den ersten vier der 2. Basketball-Bundesliga ProA mit Aufstiegschancen“. Damit die Oettinger Rockets ihren eigenen Weg gehen können, muss sich aber noch einiges ändern. Wolfgang Heyder: „Die Zeit der Experimente ist nun vorbei. Wir müssen zu einer einheitlichen Starting Five finden. Wir brauchen einfach die klare Rollenverteilung sowie Struktur innerhalb der Mannschaft. Und wir müssen unseren Top-Scorer Jaysean Paige mehr einbinden!“

 

Nicht nur das Spiel sondern auch der Live Stream auf sportdeutschland.tv startet am Freitag um 19.30 Uhr. Damit soll es das aber mit Profi-Basketball für diese Woche nicht gewesen sein. Am kommenden Sonntag spielen die Oettinger Rockets in der Messe Erfurt um 15 Uhr gegen die Uni Baskets Paderborn. Karten gibt es an der Abendkasse. Siege in beiden Spielen sind nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen wichtig. Denn bereits am Samstag, dem 12. November, fahren die Oettinger Rockets nach Weißenfels zum Tabellenersten, dem MBC.

 

(Das Beitragsbild stammt von Wolfgang Gleichmar und zeigt den Top-Scorer der Oettinger Rockets, Jaysean Paige (16,4 Punkte pro Spiel).)