Oettinger Rockets verlieren beim Tabellenersten in Weißenfels

Letztlich gab es für die Oettnger Rockets in Weißenfels nichts zu holen. „Der MBC ist die beste Mannschaft der Liga“, konstatiert Chris Ensminger, Head Coach der Raketen. Sie verloren am vergangenen Samstag mit 79:87 im Ost-Derby der 2. Basketball-Bundesliga ProA beim Mitteldeutschen Basketball Club. Nun stehen die Rockets mit fünf Siegen und genauso vielen Niederlagen da. Zwischenstand: Platz 7. Zu wenig für die eigenen Ansprüche.

Die höchste Führung der Oettinger Rockets bestand lediglich aus einem Vorsprung von zwei Punkten. Gleich zu Beginn der Partie stand es 0:2 in Weißenfels. Die ersten fünf Minuten verlief das Spiel ausgeglichen. Anschließend zogen die Wölfe davon. Das erste Viertel endete 27:18.

„Wir müssen es schaffen über 40 Minuten hochkonzentriert und konstant zu spielen. Ein guter Anfang und ein gutes letztes Viertel reichen nicht“, so Ensminger. Der MBC, der ohne seinen BBL-erfahrenen Center Djordje Pantelic spielte, führte im Laufe des Spiels sogar mit 22 Punkten. „Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, aber die Jungs unter dem Korb und die komplette Mannschaft haben ihn sehr gut kompensiert“, erklärt Igor Jovovich, Head Coach des MBC, nach dem Spiel.

Für ihn war es eine hart, aber fair geführte Partie. Die Schiedsrichter entschieden insgesamt 43 Mal auf Foul. Bereits im zweiten Viertel sammelte Jacob Parker sein drittes. Der Dreierspezialist kam somit nur auf 14 Minuten Spielzeit. Währenddessen traf er aber auch zwei seiner beiden Würfe „von draußen“. Besonders Janek Schmidkunz hat die Dreier-Quote in der zweiten Halbzeit aufpoliert. Er traf alle seiner vier Würfe und sammelte insgesamt 16 Punkte – die meisten auf Seiten der Rockets. Topscorer der Partie wurde allerdings Sergio Kerusch vom MBC mit 18 Punkten. Beide Mannschaften hatte ihr Visier sehr gut eingestellt. Der MBC weist eine Dreier-Quote 46 und die Raketen von 50 Prozent vor.

Nachdem die Wölfe ihren Vorsprung im zweiten und dritten Viertel ausbauten, kamen die Oettinger Rockets im letzten noch einmal heran. Nach besagten 22 Punkten Rückstand stand es 37 Sekunden vor der Schlusssirene nur noch 83:77. „Mit diesem Tempo müssen wir eigentlich immer spielen“, fordert Ensminger. Die letzten zehn Minuten für sich gerechnet gewannen die Raketen mit 31:21.

 

Mit 79 erzielten Punkten ist der Head Coach zufrieden: „Wenn mir das vor dem Spiel jemand vorgeschlagen hätte, hätte ich es wohl unterschrieben. Die Defense war heute nicht gut genug. Sonst bekommen wir 68 Punkte im Schnitt. Da sind 87 eindeutig zu viele.“

 

Für diese 87 Punkte vom MBC sorgen insgesamt nur acht Spieler. Die vier weiteren im Team spielten gar nicht. Darunter auch Sebastian Fülle, der vor zwei Jahren noch das Trikot der Raketen trug. Hingegen war zum ersten Mal Robert Franklin aus der zweiten Mannschaft bei den Oettinger Rockets dabei. Kristian Kullamäe spielte dieses Mal bei der Rockets-Reserve. „Sam Muldrow ist im Training umgeknickt. Deshalb wollten wir lieber noch einen Großen mitnehmen. Und Guards haben wir sowieso viele im Team.“ Die zweite Mannschaft spielte zeitgleich in Gotha und gewann gegen die Regnitztal Baskets mit 85:72.

 

Ein Sieg wird nun auch für die Profis immer wichtiger. Die Auswärtsniederlage beim MBC ist zwar nicht gut, aber verkraftbar. Bisher verlor jedes Team zweistellig in Weißenfels; die Oettinger Rockets nun mit acht Punkten. Zumindest diesen kleinen Trostpreis nehmen die Thüringer aus Sachsen-Anhalt mit. Ärgerlicher sind für die Oettinger Rockets immer noch die Niederlagen in Hanau und in Trier. Doch nun folgen zwei Heimspiele hintereinander. Am Dienstag, dem 22. November, sind die Nürnberg Falcons in der Messe Erfurt zu Gast – ebenso wie der Sänger Clueso. Tip-Off ist dann um 19.30 Uhr. Schon am Samstag darauf, am 26. November, reisen die Rheinstars Köln in die Thüringer Landeshauptstadt. Dieses Spiel beginnt um 19 Uhr. Vier Punkte aus beiden Begegnungen wird wohl zur Pflicht für die Raketen.