Oettinger Rockets wollen ihre Saison nicht in Chemnitz beenden

Ab jetzt beginnt die Zeit der letzten Chancen für die Oettinger Rockets. Jedes Spiel ist nun das wichtigste der Saison. Mit einem weiteren Sieg der Niners Chemnitz im Play-Off-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist die Saison der Oettinger Rockets Geschichte. Für die Thüringer steht also viel auf dem Spiel, wenn sie am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Chemnitz Arena antreten.

 

Verlieren verboten, könnte man sagen. Denn mit drei Siegen setzt sich ein Team gegen das anderen in den Play-Offs durch – und Chemnitz führt schon mit 2:0. Die Sachsen haben also alle Trümpfe in er Hand und noch mal zur Erinnerung: Es geht um die erste Liga! Beide Finalisten erhalten nämlich das sportliche Aufstiegsrecht. Die Chemnitzer wie auch die Rockets haben den Lizenzantrag für die easyCredti BBL bereits eingereicht.

 

Solgane die Möglichkeit aufs Finale besteht, ist diese Ostderby-Serie für die Raketen nicht beendet. „Ich habe wirklich schon viel in den Play-Offs erlebt. Das muss es noch lange nicht gewesen sein“, sagt Rockets-Coach Ivan Pavic. Ein stützendes Beispiel kommt aus den eigenen Reihen. Die Oettinger Rockets sind nämlich die Mannschaft, die zuletzt einen 0:2-Rückstand in den Play-Offs drehen konnte. Geschehen ist dies in der vergangenen Saison im Viertelfinale gegen Hamburg.

 

Moral und Charakter haben die Thüringer also schon mal, gepaart mit einem immer noch sehr hohen Potenzial. Beendet muss die Serie also tatsächlich noch nicht sein. Dennoch sollte sich beim nächsten Auftritt der Raketen einiges ändern: Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung bei den Rockets, will definitiv mehr Biss und Aggressivität der Spieler sehen. Das sei eine grundlegende Voraussetzung – vor allem in den Play-Offs. Ivan Pavic möchte ob der schlechten Wurfquoten in den beiden bisherigen Halbfinalspielen mehr den Korb attackieren und sagt: „Wir werden alles dafür geben, in Chemnitz den ersten Sieg der Serie zu holen. Das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen!“

 

Die Partie findet am kommenden Samstag nicht wie bisher bei Heimspielen der Chemnitzer in der Richard-Hartmann-Halle statt, sondern in der Chemnitz Arena. Diese fasst deutlich mehr Zuschauer und käme für eine potenzielle Aufstiegsfeier gerade recht. Die Raketen freuen sich hingegen darauf, einen dicken Strich durch diese Rechnung zu machen.

 

Ob sie das schaffen, sehen Interessierte natürlich live vor Ort oder im Live-Stream des MDR. Los geht es am Samstag um 19 Uhr.