Kür in Chemnitz?

Die Pflicht haben sie erfüllt, nun kann die Kür folgen! Nachdem die Oettinger Rockets Gotha bereits zwei der letzten drei Punktspiele des Jahres gewonnen haben, wollen sie am Samstag beim Tabellensechsten BV Chemnitz 99 (Tip-Off: 19 Uhr) für eine schöne Bescherung sorgen.

„Chemnitz ist vor heimischer Kulisse eine Macht – das wird sicher eine schwere, aber keine unlösbare Aufgabe“, sagte Head Coach Christoph Nicol unmittelbar nach dem Heimsieg gegen die Crailsheim Merlins und fügte hinzu, dass sein Team nach den jüngsten Erfolgserlebnissen befreit aufspielen kann. Nicht zuletzt, weil die Gothaer am vergangenen Wochenende die Abstiegsplätze verlassen haben und das letzte Spiel des Jahres als Tabellenelfter in Angriff nehmen.

Die Bilanz der Niners spricht für sich: Sechs von sieben Heimspielen hat das Team von Head Coach Felix Schreier in dieser Saison bereits gewonnen. Vor zwei Wochen zog die BG Karlsruhe in Sachsen den Kürzeren: Dort verloren die Baden-Württemberger die Partie und die Tabellenführung. Zuletzt verbuchte Chemnitz einen Erfolg beim Nürnberger BC – das wiederum war der erste Auswärtssieg seit dem Triumph im mitteldeutschen Derby bei Science City Jena Mitte Oktober.

Wie dem auch sei: Das Gothaer Trainer-Gespann weiß natürlich um die Stärken der Gastgeber, die den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel meist in der Verteidigung legen. Folglich rechnen die Rockets abermals mit einer Defense-Schlacht. „Wenn es uns gelingt, erneut eine Schippe drauf zu legen, dann können wir in Chemnitz bestehen“, sagt Christoph Nicol selbstbewusst. Dabei baut er auch auf die Fans aus Gotha und Umgebung – mindestens 100 wollen sich die Begegnung nicht entgehen lassen und die Rockets lautstark anfeuern.

Fest steht: Obwohl Weihnachten naht – beide Seiten haben nichts zu verschenken. Gleichwohl ist die Gesamtkonstellation eine sehr gute Voraussetzung für eine packende Partie vor einer stimmungsvollen Kulisse, auf die sich alle Beteiligten freuen dürfen. Denn das Weihnachtsspiel erfährt in Chemnitz traditionell einen riesigen Zuspruch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Hartmannhalle (Kapazität: 2600 Plätze) am Samstag sehr gut gefüllt sein.

Derweil muss man in der BiG-Chronik sehr lange blättern, um zu der Saison zu gelangen, in der sich Chemnitz und Gotha letztmalig in Punktspielen gegenüberstanden. Das war in der Spielzeit 2000/2001. Die Rockets waren damals gerade aus der Oberliga in die 1. Regionalliga aufgestiegen und empfingen gleich zum Auftakt den BV Chemnitz 99 in der Ernestiner-Sporthalle. Die Gäste galten als haushoher Favorit. Doch die jungen Rockets – zum Team von Head Coach Yvonne Schäfer zählten bis auf den US-Amerikaner Robert Layton ausschließlich Gothaer Talente – wuchsen über sich hinaus und brachten die Gäste mächtig in die Bredouille. Am Ende gewannen die Niners knapp mit 91:80. Der Chemnitzer Co-Trainer hieß damals übrigens noch Peter Krautwald…

Internetseiten der BV Chemnitz 99.