„Kölle“ in der „Hölle“

Vollkommen weiß ist die Weste der Oettinger Rockets zwar nicht mehr, doch eine Seite ist noch blütenrein: Schließlich sind die Gothaer als aktuelle Nummer eins der Liga in heimischen Gefilden nach wie vor ungeschlagen. Daran soll sich natürlich auch am Samstag nichts ändern: Dann gastiert der Tabellendritte RheinStars Köln in der „Blauen Hölle“, wo am 6. Spieltag erneut die Top-Partie der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf dem Plan steht (Tip-Off: 19 Uhr).

Folglich wissen die Rockets auch, dass ihnen erneut eine schwere Aufgabe bevorsteht. Denn mit Liga-Neuling Köln, der den Sprung in die ProA einer Wildcard zu verdanken hat und als Saisonziel den sicheren Klassenverbleib anstrebt, gastiert ein Team in der „Blauen Hölle“, das sich in imposantem Tempo in der neuen Liga akklimatisiert hat. Die ersten vier Partien haben die Rheinländer allesamt gewonnen. Dabei sorgten sie mehr als einmal für eine Überraschung. So setzte sich das Team von Head Coach Arne Woltmann, der einst an der Seite von Chris Fleming die Brose Baskets Bamberg zu vier Meistertiteln in Folge führte, zuhause gegen die beiden Top-Teams Gladiators Trier (80:76) und rent4office Nürnberg (64:63) durch; auswärts behielten die „Woltmänner“ unter anderem in der Hartmann-Hölle bei den Niners Chemnitz (73:69) die Oberhand.

Ein Schlüssel zu all diesen Erfolgen war eine sehr gute Dreier-Quote. Deshalb sind die RheinStars in dieser Kategorie aktuell das Maß aller Dinge in der ProA. Kein Team der Liga hat bisher mehr Dreier versenkt als Köln oder kann eine bessere Quote vorweisen (41 von 106 / 39 Prozent).

Erst am vergangenen Wochenende kassierten die RheinStars in Jena ihre erste Niederlage der Saison. Gleichwohl hielt der Liga-Neuling auch in dieser Begegnung sehr gut mit und lag zur Pause noch mit 46:41 vorne. Maßgeblichen Anteil an der Halbzeit-Führung in der Sparkassen-Arena hatte Kölns Point Guard David Downs, der bis dato 15,8 Punkte pro Partie markierte und zu den effektivsten Akteuren der ProA zählt. In Jena erzielte der 24-jährige US-Amerikaner allein in der ersten Halbzeit 18 Punkte und 7 Assists. Auf ihn werden die Rockets am Samstag ebenso achten müssen wie auf seine Teamkollegen: Schließlich konnten auch Small Forward Lakeem Jackson (14,8 Punkte pro Spiel), Center Aaron Jones (12,6) und Power Forward Alexander Foster (11,2) bisher im Durchschnitt zweistellig punkten.

„Köln hat zweifellos eine stark besetzte Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, die schon für einige Überraschungen gesorgt haben und nach der ersten Niederlage der Saison alles daran setzen werden, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren – das trifft natürlich auch auf uns zu“, sagt Rockets-Coach Chris Ensminger. „Auch deshalb müssen wir sehr diszipliniert und konzentriert spielen. Im Idealfall können wir dort weitermachen, wo wir vor zwei Wochen gegen Jena aufgehört haben. Da haben wir gezeigt, dass wir mit unseren Fans im Rücken gegen jedes Team bestehen können!“

2. Basketball-Bundesliga ProA – 6. Spieltag

Oettinger Rockets Gotha (1.) – RheinStars Köln (3.)

Samstag, 24. Oktober 2015, Tip-Off: 19 Uhr

Spielort: Blaue Hölle, Kindleber Straße 138, 99867 Gotha

Ticketing: Aktuell sind für das Heimspiel gegen Köln etwas mehr als 1700 Plätze vergeben – es sind also noch knapp 150 Karten im Online-Ticketshop verfügbar, dabei handelt es sich ausschließlich um Stehplätze (Stand: 22. Oktober / 15 Uhr).

Internetseite der RheinStars Köln.