JBBL: Oettinger Junior Rockets gewinnen deutlich gegen Science City Jena

Gotha. 160 Zuschauer ließen sich das Thüringen-Derby in der Jugend-Basketball-Bundesliga, kurz JBBL, nicht entgehen. In der Ernestiner Sporthalle spielten am vergangenen Sonntag die Oettinger Junior Rockets in ihrem ersten Heimspiel der Saison gegen den Nachwuchs von Science City Jena. Die Gothaer gewannen mit 97:70. Doch so deutlich wie es klingt, verlief das Spiel nicht immer.

 

Zur Halbzeit waren es nämlich die Saalestädter, die mit einem Punkt Vorsprung in die Pause gingen. 39:38 für die Gäste lautete der Zwischenstand. „Besonders im zweiten Viertel hatten wir ein paar Probleme. Wir konnten unser Tempo nicht halten und sind unruhig geworden. Deshalb ist Jena auch gut herangekommen und letztlich sogar in Führung gegangen.“ So hat es Stefan Mähne als Head Coach der Junior Rockets ganz richtig beobachtet. War es doch das zweite Viertel, das die Jenaer mit 24:14 deutlich gewannen.

 

Die verbleibenden drei Spielabschnitte sicherten sich hingegen die Hausherren mit jeweils mindestens neun Punkten Vorsprung. „Bis auf die erwähnte Ausnahme ging unser Plan sehr gut auf“, stellt der Head Coach fest. Jenas beste Spieler machte er vor dem Spiel auf den großen Positionen unter dem Korb aus. Mähne erkannte also die Vorteile auf den kleineren, schnelleren Guard-Positionen. Dort wurde in der eigenen Defensive viel Druck ausgeübt, sodass „die Großen“ überhaupt sehr selten an den Ball kamen. „Das hat sehr gut funktioniert“, kommentiert der Head Coach.

 

Eindeutig ausmachen kann er das an den Statistiken: „Wir haben 27 mal den Ball geklaut und insgesamt 38 Ballverluste der Jenaer provoziert. Dazu konnten wir uns nach eigenen Fehlwürfen 24 mal den Ball zurückholen.“ Insbesondere Paul Schierhorn machte einen guten Eindruck unter dem gegnerischen Korb. Er konnte sich acht dieser 24 sogenannten offensiven Rebounds schnappen.

 

Der große Druck auf Jenas Aufbauspieler und die vielen Ballgewinne hatten nicht nur defensiv, sondern auch offensiv große Auswirkung. Denn so kamen die schnellen Gothaer Guards durch ihre Konterangriffe immer wieder zu einfachen Korblegern. Ganz vornweg, wörtlich wie im übertragenen Sinn: Kevin Kollmar. Er sammelte insgesamt 35 Punkte – die meisten aller Beteiligten auf dem Feld.

 

Gemeinsam mit Zach Ensminger führte er die Nachwuchs-Raketen an. Ensminger kratzte sogar an dem statistischen Wunder des Quadruple-Double. Darunter versteht der Basketballer zweistellige Zahlen in vier wichtigen Wertungspunkten. Der Guard holte 22 Punkte, 15 Rebounds, 9 Assists und 8 Steals. Letztlich wurde es für Ensminger also das Double-Double.

 

Besonders in der zweiten Hälfte des Spiels drehten Kapitän Ensminger und seine Mitstreiter kräftig auf. Diese Halbzeit für sich gerechnet gewannen die Oettinger Junior Rockets mit 59:31 – also mit knapp doppelt so vielen Punkten! „Nach der Pause haben wir dann richtig Tempo und den Gegner müde gemacht“, so Mähne.

 

Wenn es nach ihm geht, könne das für den Viertplatzierten der Staffel Ost auch gern am Samstag, 19. November, in und gegen Leipzig so laufen. Das Spiel beginnt um 11 Uhr.