Gießen als gutes Beispiel für Gotha

In der Hauptrunde der 2. Bundesliga ProA verhalten sich die Dinge wie im wahren Leben: Man sieht sich immer zweimal. Jedoch höchst selten so kurz hintereinander wie in diesem Fall. Denn bereits am kommenden Sonntag, lediglich 15 Tage nach dem jüngsten Basketball-Fest in der „Blauen Hölle“, treffen die Oettinger Rockets Gotha erneut auf Science City Jena – dieses Mal allerdings auswärts (Tip-Off: 17 Uhr).

Möglich wird das doppelte Spektakel durch eine sogenannte Back-to-Back-Ansetzung, für die sich beide Seiten vor der Saison ausgesprochen hatten – aus guten Gründen: Gotha wollte das Weihnachtsspiel gegen Jena, und Jena wollte das Neujahrsspiel gegen Gotha. Schließlich wird am Sonntag die „Sparkassen-Arena“ ihrer Bestimmung übergeben – sprich: Science City tritt erstmals in seiner neuen Heimspielstätte in Jena-Burgau an. Und das Duell der beiden einzigen Thüringer ProA-Teams beschert auch in diesem Fall ein ausverkauftes Haus.

Nachdem Jena zum Abschluss der Hinrunde einen hauchdünnen 103:101-Erfolg in Gotha landen konnte, sind die Rockets nun auf eine Revanche aus. Dabei ist die Ausgangsposition von der Papierform her nahezu unverändert. Gotha hat als Tabellenzehnter beim Tabellenzweiten nichts zu verlieren.

Doch nach dem starken Auftritt im Weihnachtsspiel können die Rockets die Neuauflage mit gesundem Selbstvertrauen in Angriff nehmen. „Vor zwei Wochen haben wir gezeigt, dass wir dem aktuellen Top-Team der Liga auf Augenhöhe begegnen können, am Ende fehlte ja nicht viel“, sagt Rockets-Coach Chris Ensminger. „Deshalb müssen wir aus der ersten Partie lernen, also unbedingt unsere Defense verbessern, Jena öfter stoppen und unsere Ballverluste minimieren. Wenn uns das gelingt, dann haben wir eine gute Chance.“

Mehr denn je in dieser Saison können die Rockets dabei auf die Unterstützung der Fans bauen. Ziemlich genau 400 wollen sich am Sonntag auf den Weg nach Jena machen, um dort für „Blaue-Hölle-Atmosphäre“ zu sorgen. Das gelang dem Rockets-Anhang zuletzt in imposanter Manier bei den Gießen 46ers, wo die Gothaer mit 91:89 nach Verlängerung triumphierten.

Derweil ist Gießen bis dato das einzige Team, das in der laufenden Saison in der Saalestadt gewinnen konnte. Die Hessen setzten sich Anfang November mit 73:71 bei Science City durch – und zeigten, wie man dort bestehen kann: nämlich mit einer bärenstarken Defense, jeder Menge Kampfgeist und dem berühmten Quäntchen Glück.

Diesbezüglich darf sich Gotha in Jena ruhig ein Beispiel an Gießen nehmen.

Bitte beachten: Eine gute Nachricht für alle Fans, die keine Karte mehr bekommen haben – das Spiel aus der Sparkassen-Arena wird per Livestream übertragen (Link folgt am Ende dieses Eintrages).

Vorbericht von Science City Jena.

Der Link zum Livestream.