„Gameplan erfüllt!“

Es war still im RASTA Dome, ungewöhnlich still. Mit 47:65 (23:32) endete am Freitag Abend das „Duell unter Freunden“ zwischen Rasta Vechta und den Oettinger Rockets Gotha – mit dem deutlich besseren Ende für die Gäste aus Thüringen.

Die Gastgeber konnten den Schwung aus der zuletzt gewonnenen Partie gegen die Hamburg Towers nicht mitnehmen und kamen gegen die gut aufgelegten Rockets während der gesamten Spielzeit kaum zu freien Würfen. Grund dafür war auf’s Neue die hervorragende Defensivleistung der Gothaer. Besonders Matt Vest machte hierbei einen guten Job – ihm vor allem oblag die Aufgabe, Rastas Topscorer Chase Griffin zu verteidigen und dessen Bewegungsspielraum einzuengen. Doch nicht er allein war fix auf den Beinen – Head Coach Chris Ensminger bescheinigte dem gesamten Team eine starke Leistung: „Wir haben heute die beste Defense der gesamten Saison gezeigt und Vechta nur 47 Punkte gestattet. Das war letztendlich auch der Schlüssel zum Sieg. Defense war unser Gameplan – und den haben wir erfüllt.“ Nicht zufrieden zeigte er sich mit den erneut zu vielen Ballverlusten und den 16 Offensivrebounds der Gastgeber. Rasta-Trainer Pat Elzie war schwer von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht: „Im Vergleich zu letzter Woche war das ein Riesen-Rückschritt. Uns fehlt derzeit einfach die Qualität auf dem Feld. Doch die Qualität des Spiels beginnt mit der Einstellung der Spieler. Wer schlecht trainiert, wird auch schlecht spielen. Mit so einer Leistung wird selbst der Klassenverbleib nicht einfach werden!“

Hinzu kam, dass sich bei den Gastgebern auch das Wurfglück nicht einstellen wollte. Lediglich ein einziger Dreier fand bei sechzehn Versuchen sein Ziel. Und der kam nicht von Chase Griffin, sondern erst Mitte des dritten Viertels von Derek Wright. Bei Gotha hingegen konnten mit Guyton, Völler, Harris und Reinke vier Spieler zweistellig punkten. Keine Punkte, dafür aber mal wieder etwas Einsatzzeit gab’s für Dima Kreis, der insgesamt gut zwölf Minuten randurfte und immerhin drei Rebounds einsammeln konnte. Das freute besonders die etwa 60 mitgereisten Gothaer Fans, die aus dem Auswärtsspiel mal wieder ein echtes Event machten und gemeinsam mit ihren Rasta-Freunden noch lange nach dem Spiel feierten. Zuvor gab’s als Mitbringsel ein „Ostpaket“ mit sieben Kilogramm feinsten Thüringer Römerbratens sowie ein "Wischermobil" vom Höllenwart.

Schon am kommenden Sonntag geht’s für die Spieler wieder auf’s Parkett – diesmal aber in heimischen Gefilden. Um 17 Uhr beginnt in der Blauen Hölle die Partie gegen die Bayer Giants Leverkusen, die aktuell auf Platz 14 der Tabelle stehen. Chris Ensminger schaut voraus: „Wir müssen jetzt schnell umdenken, denn Leverkusen hat eine komplett andere Spielweise als Vechta. Sie sind ein sehr gutes Dreier-Team, auch die großen Spieler können gut schießen. Zudem haben sie derzeit nichts zu verlieren – und solche Gegner sind immer gefährlich. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen.“

RASTA Vechta – Oettinger Rockets Gotha 47:65 (23:32)

Viertel: 11:14 / 12:18 / 7:12 / 17:21

Oettinger Rockets Gotha: Guyton (11 Punkte), Razis (2), Fülle (5), Hoffmann, Kreis, Harris (10), Baker (3), Vest (7), Völler (13), Reinke (10), Lösing (4), Kuppe