Erfolgreicher Abschluss des Doppelspieltags

Die Oettinger Rockets Gotha ließen den zweiten Doppelspieltag der Saison 2014/15 mit einem Heimsieg ausklingen. Gegen den Tabellenfünfzehnten aus Cuxhaven gelang den Thüringern in der „Blauen Hölle“ ein 79:72-Erfolg. Daheim seit vier Partien ungeschlagen, stehen die Rockets nach dem 8. Spieltag der 2. Basketball Bundesliga auf dem elften Tabellenrang und sind somit punktgleich mit dem letzten Playoffplatz.

Beiden Mannschaften war an diesem Sonntag zu Spielbeginn eine große Anspannung anzumerken. Einfachste Abschlüsse am Korb des Gegners wollten sowohl den Rockets als auch den BasCats nicht gelingen. So kam es zu einem Basketball-Kuriosum – es stand nach über vier gespielten Minuten 0:0. Erst dann gelang es den Gothaern mit einem Dreier von Marco Völler, den Punktereigen zu eröffnen. In der Folge waren es die Hausherren, die zunehmend an Sicherheit gewannen und sich ihren noch nervösen Gast zurechtlegen konnten. Offensiv zeigte das Team von Chris Ensminger zielstrebige Penetration zum Korb, die entweder in Wurfabschlüssen am Ring oder abgelegten Bällen zum freien Mitspieler endete. Defensiv ließen die Gothaer Cuxhaven nie einen Rhythmus finden (16:7).

Im zweiten Abschnitt knüpften die Gastgeber direkt an das Ende des ersten Viertels an. Mit einem 8:0-Blitzstart vergrößerten sie den Abstand auf die Gäste aus dem Norden weiter. Wieder überzeugte besonders die Defensive der Rockets, die den Gegner zu vielen schlechten Würfen und Ballverlusten zwang. Die Fehler der Cuxhavener klug nutzend, gelang es den Thüringern in diesem Spielabschnitt oft über Schnellangriffe für einfache Punkte zu sorgen und so den Vorsprung auf den Gegner auf ein sehr beruhigendes Polster von fast 20 Punkten auszubauen (40:22).

In der Pause schienen die Gäste zunächst die richtigen taktischen Stellschrauben gefunden zu haben. Mit einem kleinen 9:4-Run gelang es dem Team von Übungsleiter Krists Plendiskis zunächst den Rückstand etwas zu verkürzen. Doch Rockets-Coach Ensminger stellte seine Truppe schnell auf die Änderungen des Gegners ein. Die Wurfschwierigkeiten des Viertelbeginns ließen die Rockets zügig hinter sich. Sie hoben das Verteidigungsniveau erneut gehörig an und dominierten ihre Gäste anschließend wieder nach Belieben. Will Reinke setzte in dieser Phase mit einer Sequenz, bestehend aus einem spektakulären Block und zwei krachenden Dunkings in aufeinanderfolgenden Spielzügen, ein besonderes Ausrufezeichen, das das Publikum und die eigenen Mitspieler mitriss (60:41).

Im Schlussabschnitt ließen es die Rockets mit einem großen Vorsprung im Rücken etwas ruhiger angehen. In den Offensivaktionen fehlte die letzte Konsequenz, in der Verteidigung ließ das Team das finale Quäntchen Intensität vermissen. Dies wussten die Cuxhavener zu nutzen. Durch nun besser fallende Dreier gelang es ihnen, den Rückstand auf die Gothaer deutlich schrumpfen zu lassen. Der Zwischenstand von 69:64 bei noch zwei zu spielenden Minuten ließ die Gäste Morgenluft wittern, während sich die Fans der Rockets plötzlich noch einmal unnötigem Nervenkitzel ausgesetzt sahen. Doch durch die lautstarke Unterstützung der eigenen Anhänger fand die Heimmannschaft schließlich neue Energie. Sie zeigten in der Schlussphase wieder mehr Biss in der Verteidigung und keine Nerven von der Freiwurflinie. So brachten die Rockets den vierten Heimsieg der Saison doch noch souverän nach Hause.

„Meine Mannschaft hat heute wieder zwei Gesichter gezeigt. In der ersten Halbzeit haben wir nach schwierigen Anfangsminuten voll überzeugt. Während wir in der Defensive sehr gut standen, ließen wir in der Offensive den Ball super laufen und haben uns so viele gute Würfe erarbeitet“, so Chris Ensminger nach dem Spiel. Die zweite Halbzeit missfiel dem Erfolgscoach allerdings: „In den zweiten 20 Minuten brachen wir dann aber etwas ein. Es machte sich bemerkbar, dass wir mit der Verlängerung in Kirchheim an diesem Wochenende ein großes Pensum zu absolvieren hatten. So erlaubten wir nicht aufgeben wollenden Cuxhavenern den Weg zurück in diese Partie. Damit können wir nicht zufrieden sein.“ Dennoch kann Ensminger dem Schlussviertel auch etwas Positives abgewinnen: „Ein schon leicht gewonnen geglaubtes Spiel noch einmal so knapp werden zu lassen, ist eine Erfahrung, aus der meine Mannschaft lernen wird.“

Die nächste Partie der Oettinger Rockets findet am kommenden Sonntag (Tip-Off 17 Uhr) statt. Im Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg soll im vierten Anlauf endlich der erste Auswärtserfolg der aktuellen Spielzeit eingefahren werden.

Oettinger Rockets Gotha – Cuxhaven BasCats 79:72 (40:22)

Viertel: 16:7 / 24:15 / 20:19 / 19:31

Oettinger Rockets Gotha: Lösing (18 Punkte), Reinke (18), Baker (10), Völler (9), Guyton (8), Vest (6), Hoffmann (4), Fülle (2), Kreis (2), Harris (2)

Cuxhaven BasCats: Sherrill (15), Borekambi (13), Woods (12), Martin (11), Nawrocki (8), Seward (6), Baues (5), Cook (2), McDuffie

Zweier Gotha: 22 von 41 (54 Prozent)

Zweier Cuxhaven: 20 von 43 (47 Prozent)

Dreier Gotha: 5 von 12 (42 Prozent)

Dreier Cuxhaven: 7 von 23 (30 Prozent)

Freiwürfe Gotha: 20 von 27 (74 Prozent)

Freiwürfe Cuxhaven: 11 von 14 (79 Prozent)

Rebounds Gotha: 39 (9 Offense / 30 Defense)

Rebounds Cuxhaven: 31 (11 Offense / 20 Defense)

Assists Gotha: 14

Assists Cuxhaven: 12

Ballverluste Gotha: 17

Ballverluste Cuxhaven: 14

Ballgewinne Gotha: 2

Ballgewinne Cuxhaven: 4

Zuschauer: 1482

Autor dieses Beitrags: Tobias Berger

Internetseite der Cuxhaven BasCats.