Entscheidung vertagt – Spiel vier am Sonntag

In der dritten Partie ihrer Playoff-Serie gegen Science City Jena traten die Oettinger Rockets Gotha gestern in der mit 2750 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena an. Leider konnte das Team von Head Coach Chris Ensminger vor zahlreichen mitgereisten Fans nicht für den dritten Derby-Sieg in Folge sorgen und damit nicht vorzeitig in das Playoff-Halbfinale einziehen. Die Mannschaft unterlag den Jenaern mit 60:73 (26:31).

Von Tobias Berger

In den Anfangsminuten entwickelte sich ein eher langsames, aber sehr intensiv geführtes Playoff-Spiel. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie sich schon seit über einer Woche ausgiebig mit dem Gegner beschäftigt hatten. Entsprechend schwer fiel es den jeweiligen Angriffsreihen, den gegnerischen Verteidigungsblock mit neuen Kniffen zu überraschen und so zu einfachen Punkten zu kommen. Erst gegen Ende des Abschnitts gelang es schließlich den Jenaern, aus einigen leichten Ballverlusten der Rockets Kapital zu schlagen und sich so leicht abzusetzen (9:15).

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts stockte der Angriff von Gotha noch etwas. Die Gäste spielten zwar konzentrierter, fanden aber weiterhin nicht ihr Wurfglück. Eine starke Leistung in der Verteidigung verhinderte, dass Science City in dieser Phase die Führung weiter ausbauen konnte, bis ein wichtiger Dreier von Razis in der 16. Spielminute die Rockets-Offense endlich ins Rollen brachte. Von diesem Wurf inspiriert, arbeitete sich Gotha wieder bis auf einen Punkt an den Gegner heran, ehe Jena durch einige getroffene Freiwürfe kurz vor der Halbzeit wieder etwas enteilte (26:31).

Nach dem Seitenwechsel fruchteten die Umstellungen des Gothaer Trainer-Gespanns zunächst nicht. Das Team tat sich weiterhin mit der Pressverteidigung der Jenaer sehr schwer und hatte Probleme im Ballvortrag. Die Gastgeber nutzten dies, um den eigenen Vorsprung bis zur 26. Minute auf zehn Zähler auszubauen. Dann zeigten die Rockets wieder mehr Biss und arbeiteten sich durch mehr Zug zum Korb zurück in die Partie (46:51).

Im Schlussabschnitt schöpften die Rockets bestärkt von den eigenen Fans zwar neue Energie, fanden an diesem Tag aber dennoch nicht mehr in die Spur. Science City wusste sich immer wieder zweite Wurfchancen durch Offensivrebounds zu erarbeiten, während für Gotha besonders die Würfe aus der Distanz nicht fallen wollten (60:73).

„Mit acht Ballverlusten im ersten Viertel haben wir uns sehr schnell in Schwierigkeiten gebracht. Wir liefen so trotz guter Verteidigungsleistung früh einem Rückstand hinterher. Ein solches Spiel in fremder Halle dann noch zu drehen, ist immer schwer. Heute gelang uns dies leider nicht“, sagte Chris Ensminger. Im Hinblick auf das vierte Spiel der Serie am morgigen Sonntag fügte er an: „Unsere Ausgangssituation gefällt mir trotzdem noch sehr gut. Wir halten auch nach der Niederlage noch alle Karten in der Hand und werden am Sonntag alles daran setzen, um gemeinsam mit unseren Fans in der ,Blauen Hölle’ den Einzug in das Playoff-Halbfinale zu schaffen.“

Das vierte Spiel der Viertelfinal-Serie findet am Sonntag, 12. April, in der „Blauen Hölle“ statt (Tip-Off 17 Uhr).

Science City Jena – Oettinger Rockets Gotha 73:60 (31:26)

Viertel: 15:9 / 16:17 (31:26) / 20:20 (51:46) / 22:14 (73:60)

Science City Jena: Chones (11:41 Minuten / 5 Punkte / 0 Assists / 3 Rebounds), Reyes-Napoles (14:38 / 2 / 0 / 1), Wank (nicht eingesetzt), Wendt (27:31 / 2 / 3 / 4), Leutloff (13:09 / 7 / 0 / 4), Voigtmann (12:29 / 1 / 0 / 3), Hicks III (28:48 / 16 / 1 / 9), Heber (nicht eingesetzt), Morningstar (19:20 / 13 / 2 / 2), Wolf (27:45 / 10 / 0 / 5), Bernard (27:44 / 6 / 3 / 0),Virbalas (16:55 / 11 / 0 / 6)

Oettinger Rockets Gotha: Guyton (25:40 Minuten / 4 Punkte / 3 Assists / 5 Rebounds), Razis (19:39 / 5 / 1 / 0), Fülle (10:48 / 2 / 2 / 0), Hoffmann (06:11 / 0 / 0 / 3), Kreis (10:00 / 2 / 1 / 2), Harris (15:02 / 4 / 2 / 0), Vest (25:07 / 5 / 0 / 1), Völler (20:50 / 10 / 0 / 9), Reinke (20:37 / 14 / 0 / 4), Lösing (28:11 / 11 / 2 / 0), Kuppe (17:55 / 3 / 2 / 2)

Zweier Jena: 20 von 42 (48 Prozent)

Zweier Gotha: 15 von 36 (42 Prozent)

Dreier Jena: 4 von 15 (27 Prozent)

Dreier Gotha: 2 von 15 (13 Prozent)

Freiwürfe Jena: 21 von 29 (72 Prozent)

Freiwürfe Gotha: 24 von 32 (75 Prozent)

Rebounds Jena: 40

Rebounds Gotha: 31

Assists Jena: 9

Assists Gotha: 12

Ballverluste Jena: 19

Ballverluste Gotha: 18

Ballgewinne Jena: 11

Ballgewinne Gotha: 7

Zuschauer: 2750

Informationen zum Kartenvorverkauf.

Spielbericht von Science City Jena.