Oettinger Rockets bauen ihre kleine Siegesserie gegen Dresden auf drei aus

Die Oettinger Rockets haben am vergangenen Sonntag ihr Auswärtsspiel mit 87:68 gegen die Dresden Titans gewonnen. Damit bauen die Raketen ihre kleine Serie auf drei Siege in Folge aus und halten ihren sechsten Tabellenplatz. Für die Dresden Titans scheint der Abstieg aus der 2. Basketball-Bundesliga ProA besiegelt.

Um die Klasse zu halten, müsste der Aufsteiger aus Sachsen fünf der verbleibenden sechs Spiele gewinnen. Bei bis dato zwei Siegen ist das eher unrealistisch. Dementsprechend klar war die Rollenverteilung vor dem Spiel.

„Wir sind sehr gut und konzentriert gestartet und wir haben schnell einen guten Rhythmus gefunden“, meinte Florian Gut, Assistant Coach der Oettinger Rockets. Da hat Gut recht: Die Rockets machten den drohenden Klassenunterschied zu Beginn deutlich. Nach 29 Sekunden führten sie mit 3:1 und gaben die Führung nicht mehr her. In den ersten zehn Minuten trafen sie 12 ihrer 18 Würfe aus dem Feld – davon fünf von sieben Dreier. Nach dem ersten Viertel führten die Raketen verdient mit 30:17. „Und das trotz einer sehr ungewohnten Startaufstellung mit Gerard Gomila und Jacob Parker, mit Robert Oehle, Grant Gibbs und Darrel Mitchell“, erinnert Florian Gut.

Dem beeindruckenden Auftakt folgte ein „schlechtes Viertel“, wie es Gut ausdrückt. „Wir waren nicht konsequent genug, offensiv wie defensiv.“ Folge: Die Gastgeber in der Margon Arena Dresden gewannen den zweiten Spielabschnitt 20:19. Somit hielt sich der Halbzeitstand von 37:49 aus Sicht der Titans in akzeptablen Grenzen.

Nach der Pause machten die Thüringer erneut ihre Ambitionen deutlich. Sie legten einen 11:0-Lauf auf das Parkett (37:60). Erst nach vier Minuten konnten die Dresdener im dritten Viertel punkten. Diese zehn Minuten für sich gerechnet, gewannen die Raketen mit 26:14. Das roch in diesem Spiel nach einer Vorentscheidung. Mit 51:75 ging es dann in den letzten Spielabschnitt.

Diesen verloren die Raketen mit 12:17. Nach drei Spielen in sechs Tagen wurden dann einige Leistungsträger geschont. Dennoch findet Florian Gut: „Heute haben wir stärker dominiert als in den Spielen zuvor – und dabei war es egal, wer auf dem Feld stand.“

Ein Extralob hat sich für das Trainergespann Ivan Pavic und Gut Jacob Parker verdient. Er habe auch mit tollen Aktionen geglänzt, die nicht auf einem Scouting zu finden sind. Dazu hat Kristian Kullamäe als Leistungsträger fungiert. Der 17-Jährige stieß erst kürzlich nach Turnieren mit der estischen Jugend-Nationalmannschaft sowie mit Bayern München Basketball wieder zurück zum Team. Außerdem sei Robert Oehle erneut nicht zu stoppen gewesen. Der Center wurde Top-Scorer mit 18 Punkten.

Die Verantwortlichen hoffen, dass Oehle seine starke Form halten kann und am Sonntag, 26. Februar, ein weiteres Mal auftrumpfen kann. Dann spielen die Oettinger Rockets in der Messe Erfurt ab 17 Uhr gegen Team Ehingen Urspring. Auch gegen diese Mannschaft gehen die Raketen als Favoriten ins Rennen.