Oettinger Rockets treffen alten Bekannten beim Liga-Eröffnungsspiel

Für Fans, Verantwortliche und Spieler der Oettinger Rockets steigt am Donnerstag, 22. September, ein großes Fest. Die Chemnitz Niners kommen zum Ost-Derby in die Messe Erfurt, doch nicht nur das: Es ist das Eröffnungsspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Keine anderen Teams treffen am Donnerstag aufeinander. Alle Augen sind auf Erfurt gerichtet, ob im Live-Stream, Live-Ticker oder natürlich live vor Ort in der Messehalle 1. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr.

„Wir stellen ein bundesligareifes Event auf die Beine“, versichert Thomas Fleddermann als Geschäftsführer der BiG-GmbH (Basketball in Gotha). Die Zuschauer werden bestens unterhalten werden: Es gibt neben der Einlaufshow, Cheerleadern, und weiteren Attraktionen für die Fans auch etwas zu gewinnen. Die Preise reichen von einer Party bis hin zu einem Urlaub. Das hängt aber davon ab, ob der erwählte Zuschauer den Ball durch den Ring werfen kann.

Nicht zuletzt werden die Messe-Gäste natürlich sportlich unterhalten. Laut den Coaches liefen die Vorbereitungen beider Teams insgesamt gut. Die Oettinger Rockets gewannen die meisten ihrer Testspiele, egal ob gegen Mannschaften aus der ersten oder aus der zweiten Liga. Unter den Testspielgegnern waren auch die Niners aus Chemnitz.

„In der Vorbereitung haben wir schon gegen Chemnitz mit vier Punkten gewonnen“, so Chris Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets. Aber er weiß, dass eine Differenz von vier Punkten beim Basketball ein enges Ergebnis ist. Außerdem: „Vorbereitung ist das eine, jetzt geht es um Punkte.“

Eine Personalie verleiht dem Spiel zusätzlich Brisanz: Joe Lawson spielte in der vergangenen Saison für die Rockets, jetzt ist er bei den Niners unter Vertrag. Auch er freut sich selbstverständlich auf das Spiel und auf die Fans. „Ich werde mich noch sehr lange erinnern wie sie mich gefeiert und umarmt haben, obwohl ich gar nicht mehr dort spiele“, meint Lawson. Im Spiel gegen die Rockets verletzte er sich am Knie, ist jetzt aber wieder fit. Chemnitz hat keine Verletzten zu beklagen.

Bei den Oettinger Rockets sieht es da etwas anders aus. Einer kann nicht spielen. Max DiLeo verletzte sich beim Testspiel in Leipzig ebenfalls am Knie. Mindestens drei Wochen wird er wohl noch fehlen. Dabei wurde DiLeo erst kürzlich zu einem von zwei Captains gewählt und er gilt laut Head Coach Ensminger als „unser Gesicht in der Abwehr“.

Trotzdem können die Rockets aus einer tiefen Bank schöpfen und sich mit breiter Brust den Chemnitzern stellen. Deren Saisonziel sind die Play-offs. Das ist bei den Rockets das Minimalziel. BiG- Präsidentin Astrid Kollmar hat das große Ziel Aufstieg für die kommenden zwei Spielzeiten ausgerufen.

Für das Eröffnungsspiel hat sich Gästecoach Rodrigo Pastore viel vorgenommen: „Ich erwarte, dass mein Team an beiden Körben einen Super-Autritt hinlegt. Ob das reicht, auswärts gegen ein Team zu bestehen, das Aufstiegsambitionen hat, wird sich zeigen.“ Für Pastore gehen die Oettinger Rockets also als leichter Favorit in die Partie am Donnerstag, 22. September, um 19.30 Uhr.