Oettinger Rockets kämpfen am Dienstag gegen Hanau um die Play-Offs

Das haben sich die Verantwortlichen der Oettinger Rockets anders vorgestellt: Vor dem Spiel am Dienstag gegen die Hebeisen White Wings aus Hanau sind die Oettinger Rockets nach der 86:98-Heimniederlage in der Messe Erfurt gegen Heidelberg aus den Play-Off-Rängen geflogen. Genau neun Spiele haben die Raketen Zeit, das wieder zu ändern. Schon am 14. Februar, um 19.30 Uhr gegen Hanau soll dies gelingen.

 

„Es ist keine Frage, für uns kommt eine Zeit der Endspiele“, macht sich Wolfgang Heyder, sportlicher Leiter der Rockets, da gar keine Illusionen. Doch mit dem Trainerwechsel – Ivan Pavic kam für Chris Ensminger – und der Neuverpflichtung von David Hicks kurz vor dem Ende der Transfer-Periode gibt es für die Mannschaft keine Ausreden mehr. „Die Mannschaft hat jetzt zwölf Tage Zeit, sich auf das Spiel gegen Hanau vorzubereiten. Für uns gilt deshalb nur ein Sieg“, meint der sportliche Leiter angesichts des bereits existierenden Vier-Punkte-Rückstandes auf die White Wings.

 

Doch Bange-Machen gilt nicht. Die Neuverpflichtung des 1,83 Meter großen Shooting Guards David Hicks beispielsweise machte Schlagzeilen über Thüringen hinaus. Hicks, der auch schon für Science City Jena spielte, hat einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Der Coach Ivan Pavic ist von ihm angetan: „Als Trainer in Baunach hatte ich es in der Play-off-Serie 2014 mit David zu tun. Damals hat er sich ein packendes Duell mit Marcos Knight – der mein Spieler in Baunach war – geliefert“, erinnert sich Head Coach Ivan Pavic. Dieser ist vom Einsatz, den der Neuzugang an den Tag legt, voll und ganz überzeugt: „David ist unheimlich bissig beim Rebound und ein Super-Verteidiger.“ Im Angriff ist er laut Pavic „mit seinem starken Zug zum Korb und mit seinem sehr guten Wurf, den er selbst kreieren kann, eine echte Verstärkung“. Beim Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter der Woche gegen Erstligisten Würzburg wurde Hicks Topscorer mit 22 Punkten.

 

Für den Head Coach hat der Neuzugang auch während der Trainingseinheiten die richtige Einstellung an den Tag gelegt – wie der Rest der Mannschaft auch: „Im Training hat die Mannschaft in dieser Woche weiter hart und aggressiv trainiert – und dabei auch weiter körperlich an sich gearbeitet. Wir haben das schnelle Umkehrspiel trainiert, die Stimmung ist gut.“ Jetzt geht der Blick nach vorn, wie der Coach bestätigt: „Ich plane von Spiel zu Spiel und will jede Partie gewinnen. Ich setze auf maximalen Erfolg und bin überzeugt, dass die Oettinger Rockets mit diesem Personal das Potential für einen Spitzenplatz in der Liga haben.“

 

Auch der ergebnismäßig missglückte Auftakt gegen Heidelberg wird den Head Coach nicht vom Weg abbringen: „Ich stehe als Trainer für die Devise: hinten hart, schnell und aggressiv nach vorn und erfolgreich zum Abschluss kommen“, umreißt er seine Strategie, die er am Dienstag gegen Hanau erfolgreicher umsetzen möchte als gegen Heidelberg. Pavic weiß, dass er und sein Team gefordert sind: „Wir machen uns selbst auch Druck und werden sehr gut vorbereitet in die Partie gehen.“ Der Head Coach weiß, worauf es gegen Hanau ankommen wird: „Sie sind eine sehr gut zusammengestellte Mannschaft, spielen sehr physisch und gehen mit aller macht zum Rebound. Die Rebound-Duelle zu gewinnen wird der Schlüssel sein.“ Ebenfalls will Pavic die beiden starken Amerikaner Harris und Pinkins vom „in den Griff kriegen“.

 

In der Statistik liegen die Oettinger Rockets über die Saison in vielen wichtigen Kategorien vorn. So werfen sie prinzipiell besser als Hanau. In Dreipunkt-, Zweipunkt und Freiwürfen weißen die Raketen höhere Prozente vor. Dazu spielen sie mehr Assists und haben eine höhere Effektivität. „Die einzige Statistik, die für mich zählt, ist das Hanau in der Tabelle vor uns steht“, so Pavic. Diese Konstellation will der Head Coach ändern.

 

Fakt ist, dass durch die Mannschaft ein Ruck ging: „Bei mir sind alle Spieler gleich, jeder hat die gleichen Chancen sich im Team zu behaupten. Es zählt allein die Leistung.“

 

Die muss – geht es nach Wolfgang Heyder – am Dienstag stimmen. „Wir brauchen einen Erfolg – und dafür brauchen wir unsere Fans“, appelliert der Sportchef zum Besuch der Messehalle.