Oettinger Junior Rockets müssen sich mit den Play-Downs anfreunden

Aus eigener Kraft können sie es nicht mehr schaffen: Die Oettinger Junior Rockets haben einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Jugend-Basketball-Bundesliga verpasst. Am vergangenen Sonntag verloren sie in der Ernestiner Sporthalle gegen die EBC Rostock Junior Talents mit 66:70.

Ein Spiel haben die Junior Rockets noch in der Relegationsrunde. Doch selbst wenn sie kommenden Sonntag in Hamburg gewinnen, sind sie auf Nachlässigkeiten der Verfolger angewiesen, um die Liga direkt zu halten.

Wahrscheinlicher ist es, dass die Nachwuchs-Raketen in die Play-Downs müssen. Dann messen sie sich im Duell mit einer Mannschaft aus der Relegation 1. Welche, richtet sich nach den schlussendlichen Platzierungen der Relegationsrunden. „Voraussichtlich könnte unser Gegner Braunschweig werden“, tippt Head Coach Stefan Mähne.

Wer dann zuerst zwei Spiele aus demselben Duell gewinnt, hält definitiv die Klasse. Selbst für den Verlierer ist eine Teilnahme in der höchsten deutschen Liga im U16-Bereich in der kommenden Saison nicht ausgeschlossen. Das erste Play-Down-Heimspiel wäre – noch steht dieser Umweg nicht fest – am 23. April.

Für die nächsten Partien wünscht sich Stefan Mähne jedenfalls mehr Wurfglück: „Gegen Rostock haben wir unsere Würfe von draußen nicht getroffen, ansonsten aber schön gespielt.“ Mit dem Wort „Kopfsache“ erklärt er diesen Umstand. „Das bewirkte, dass alle im Angriff etwas verunsichert waren“, hängt der Head Coach an.

Bei einer Differenz von nur vier Punkten wurde das Spiel durch die Wurfquoten entscheiden: Die Gastgeber kamen auf 31, die Rostocker auf 44 Prozent. „Der Gegner hat von außen wirklich gut getroffen und ansonsten sehr, sehr diszipliniert gespielt. Das war schon beeindruckend“, findet Mähne.

Bis auf das zweite Viertel ging keines mit mehr als zwei Punkten Unterschied aus. Bereits im zweiten Spielabschnitt (15:22) konnten sich die Rostocker bereits wohl vorentscheidend absetzen. Zwar sind die Gothaer immer wieder auf wenige Punkte herangekommen, konnten das Spiel aber nicht drehen.

Mit seinen 35 Punkten und 11 Rebounds hat Zach Ensminger deutlich zum relativ knappen Endstand beigetragen. Der gewohnt sehr effektive Kapitän konnte leider nicht auf große Mithilfe seiner Mitspieler bauen – zumindest bezüglich der Punkte. „Da ist aber noch Niklas Mesch positiv hervorzuheben. Er kann jetzt offensiv mehr übernehmen. Das hat sich im Training schon angedeutet“, so Stefan Mähne. Mesch sammelte elf Punkte.

Das strategische Mittel für den nächsten Spieltag heißt nun siegen und hoffen. Am Sonntag, um 12.30 Uhr treten die Oettinger Junior Rockets bei den Piraten Hamburg an. Für den direkten Klassenerhalt müssen Charlottenburg und Rostock jeweils eine ihrer verbleibenden zwei Partien verlieren. Voraussetzung: ein Rockets-Sieg in Hamburg.