Oettinger Rockets verlieren wichtige Punkte gegen die Römerstrom Gladiators Trier

„Es ist immer noch früh in der Saison“, betont Chris Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets. Dennoch stehen die Raketen nicht da, wo sie stehen wollen. Momentan haben sie vier Siege und drei Niederlagen erspielt. In der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProA bedeutet das der achte Platz. Auch Schuld daran: Die Niederlage vom vergangenen Samstag gegen die Römerstrom Gladiators Trier. Endstand: 78 zu 69.

 

Dabei ging es für die Gäste in der Arena Trier sehr gut los. Im ersten Viertel führten die Raketen zwischenzeitlich mit 15:6. Nach den ersten zehn Minuten standen aber je 18 Punkte auf beiden Seiten der Anzeigetafel.

 

Wenn die Oettinger Rockets eine gute Phase im Spiel erwischten, schaffte es Trier immer wieder, den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Die Gäste führten zwar die meiste Zeit des Spiels, schafften es aber nicht, sich abzusetzen. Das bewiesen auch die Zwischenstände zur Halbzeit (32:36) und zur Pause vor dem letzten Viertel (50:52).

 

Im finalen Abschnitt bewiesen die Trierer dann echten Killer-Instinkt. Über das ganze Spiel hielten sie die Schlagdistanz und dann schlugen sie zu: Fünf Minuten vor dem Ende gingen die Gladiatoren mit 63:61 in Führung. Eine wichtige Rolle in dieser Phase spielte dabei der 18-jährige Sebastian Herrera Kratzborn, der innerhalb von einer Minute zwei Dreier durch die Reuse schickte. Bei sieben Versuchen im ganzen Spiel waren es die einzigen beiden (29 Prozent).

 

Dank einer deutlichen Steigerung im letzten Viertel, das für sich gerechnet 28:17 ausging, gewannen die Römerstrom Gladiators Trier das siebte Saisonspiel und schoben sich damit einen Platz vor die Oettinger Rockets.

 

Die offensiv erfolgreichsten Raketen waren Janek Schmidkunz, Robert Oehle (beide 12 Punkte) und Jaysean Paige mit 18 Punkten. Der Topscorer der Partie kommt aus den Reihen des Siegers und heißt Brandon Spearman (22 Punkte).

 

„Ich denke, dass wir heute ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe gesehen haben. Es freut mich, dass wir auch ohne Simon Schmitz gegen einen so starken Gegner wie die OeTTINGER Rockets gewinnen können. Die Stimmung in der Arena Trier hat uns heute im entscheidenden Moment beflügelt. Jedoch sind wir noch am Anfang unserer Entwicklung und müssen einiges verbessern – dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen“, meint Marco van den Berg, Head Coach der Gladiators.

 

„Leider haben wir heute nur 35 Minuten Basketball gespielt“, so Chris Ensminger. Für ihn und sein Team ist ebenfalls noch Luft nach oben, wie er selbst sagt: „Wir spielen noch nicht den Basketball, den wir spielen können. Die Situation gefällt mir auch nicht, aber wir haben einen Plan und werden diese ändern.“

 

Zum Glück für die Oettinger Rockets war das erst der siebte Spieltag. Doch schon am achten sollten sie die sprichwörtliche Schippe drauflegen. Am Freitag, dem 4. November, spielen die Raketen um 19:30 in Hamburg gegen die Towers. Holen sie dort keinen Sieg, haben die Rockets ein ausgeglichenes Punkteverhältnis von acht zu acht (vier Siege, vier Niederlagen). Von solchen Zielen hatten sich die Oettinger Rockets längst verabschiedet. Schon zwei Tage später, am Sonntag, dem 6. November, beginnt das nächste Heimspiel in der Messe Erfurt gegen die Uni Baskets Paderborn um 15 Uhr.