Oettinger Rockets gehen mit neuem Trainer ins Spiel gegen die MLP Academics aus Heidelberg

Auf die Oettinger Rockets wartet am kommenden Donnerstag ein wichtiges Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg in der Messe Erfurt. Für beide Vereine gilt es, die Play-Offs zu sichern. Außerdem wird es das erste Spiel für Ivan Pavic als Head Coach der Oettinger Rockets sein.

Das große Thema in der bisherigen Woche war der Wechsel auf beiden Trainerpositionen. Chris Ensminger und sein Assistant Coach Steven Esterkamp stehen seit vergangenem Montag nicht länger im Dienste des Zweitligisten. Nun betreuen Head Coach Ivan Pavic und sein Assistant Coach Florian Gut die Mannschaft.

Ich kann für die Frau Kollmar, für Thomas Fleddermann und für mich sagen, dass uns die Entscheidung unheimlich schwer gefallen ist. Ich kenne Chris Ensminger aus Bamberger Zeiten. Der Chris war sieben Jahre in Bamberg mein Spieler, den ich nicht nur sehr gemocht habe, den ich auch sehr gefördert habe“, meint Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung bei den Oettinger Rockets. Er begründet die Entscheidung: „Wir haben die Ziele, die wir uns gesetzt haben – mit den Möglichkeiten der Mannschaft – einfach gefährdet gesehen. Jetzt haben wir Ende Januar bereits zehn Spiele verloren. Es wird sehr, sehr eng, was die Play-Offs betrifft. Trier hat sich verstärkt, Köln ist auf dem Weg nach vorn.“ Wolfgang Heyder hat die beiden Heimspiele gegen Heidelberg und am 14. Februar gegen Hanau sogar als Pflichtsiege ausgerufen – „wenn wir die Play-Offs noch schaffen wollen“.

Mit Ivan Pavic und Florian Gut sind interne Lösungen bis zum Saisonende gefunden worden. Pavic war für den Verein sichtend tätig, Gut ist und bleibt Nachwuchskoordinator.

Wie Pavic selbst sagt, will er jedes Spiel gewinnen – „am liebsten alle zehn bis zum Ende der regulären Saison“. Er denkt von Spiel zu Spiel, kennt die 2. Basketball-Bundesliga ProA sehr gut und weiß, was mit Heidelberg auf ihn zukommt: „Die Academics sind sehr gut gecoacht – Branislav Ignjatovic ist ein alter Hase. Seine jetzige Mannschaft ist durch Spielintelligenz geprägt. An einem sehr guten Tag können sie wahrscheinlich jeden schlagen.“ Konkret gefällt dem neuen Rockets-Coach das Gleichgewicht von Innen- und Außenspiel. Seine Beispiele: „Phillipp Heyden kann da unter dem Korb gefährlich werden, genau wie Devin White. Und gute Prozente von der Dreierlinie können sie auch vorweisen. Da ist ja einer bestens bekannt: AK47.“

Damit spricht Ivan Pavic die ehemalige Rakete Albert Kuppe an. Seine Nummer 47 ist bei den Rockets eine ganz Besondere. Er spielte fünf Jahre in weiß und blau, bevor er im Sommer 2015 in seine alte Heimat wechselte. Seit der aktuellen Saison ist er Kapitän seiner Heidelberger. Dabei trifft er 45 Prozent seiner Dreier.

Der Tabellensechste aus Heidelberg holt pro Spiel relativ wenig Punkte, kassiert aber auch die wenigsten. Das Hinspiel in Heidelberg konnten die Oettinger Rockets gewinnen. Auch dieses Spiel endete mit einer geringen Gesamtpunktzahl von 120 (56:64).

Solche Zahlen sind für den neuen Head Coach gar nicht so wichtig, mehr zählt für Pavic die Einstellung seines Teams: „Wir müssen auf alle Fälle zu jedem Zeitpunkt im Spiel die aggressivere Mannschaft sein.“ Er bringt seine Forderung an die Spieler auf den Punkt: „Aggressiv hinten, schnell vorn!“

Ob der Einstand des neuen Trainer-Duos gelingt, sehen Fans und Interessierte am kommenden Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Messe Erfurt. Die Partie wird via oettinger-rockets.de und sportdeutschland.tv im Live-Stream übertragen.

 

(Auf dem Beitragsbild von links nach rechts: Florian Gut, Assistant Coach, Thomas Fleddermann, Geschäftsführer, Ivan Pavic, Head Coach und Wolfgang Heyder, Leiter Sport und Geschäftsentwicklung.)